Spezial-Abo

Ende der „Lindenstraße“: Das Erste stellt die Kult-Serie ein

von

Die „Lindenstraße“ wird in Rente geschickt. Die ARD hat am Freitag beschlossen, den Vertrag mit der Produktionsfirma nicht mehr zu verlängern. Die WDR-Serie wird nach mehr als 30 Jahren beendet, die letzte Folge soll im März 2020 ausgestrahlt werden.

Die Programmkonferenz der ARD habe über eine Verlängerung der Show abgestimmt, die Mehrheit sprach sich dagegen aus, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung. Bisher liefen fast 1700 Folgen der „Lindenstraße“ im deutschen Fernsehen. Die allererste Folge lief am 8. Dezember 1985, erdacht hatte die Sendung Hans Wilhelm Geißendörfer, der noch heute für die Produktion verantwortlich ist. Gemeinsam mit seiner Tochter Hana.

Eine Szene aus der ersten Folge der „Lindenstraße“ könnt Ihr Euch hier anschauen, damals wollte die Serie direkt mit weihnachtlicher Stimmung beim Publikum punkten. Hat bekanntlich auch prima geklappt:

Tür 12: Folge 1 vom 08.12.1985 #Lindenstrasse auf YouTube ansehen

Für die Jüngeren: Was ist denn die „Lindenstraße“?

Die „Lindenstraße“ ist ein Urgestein in der deutschen Fernsehlandschaft. Seit 1985 läuft die vom WDR produzierte „Erste Deutsche Seifenoper“. Mit einem Jahresschnitt von 2,1 Millionen Zuschauern, ist die „Lindenstraße“ schon lange kein Kassenschlager mehr, der Kultstatus ist ihr aber, trotz des leicht angestaubten Rufes, erhalten geblieben.

Neben diverser Dramen wie EHEC-Erregern auf Salat, tödlichen Feuerbrünsten, Mord (mittels Bratpfanne) und ganz vielen Spiegeleiern, hat die Serie aber auch immer versucht, den Finger am Puls der gesellschaftlichen Entwicklung zu halten. Probleme, wie der Umgang mit Rassismus, AIDS, Homosexualität, Einsamkeit im Alter, wurden genauso thematisiert wie Behinderungen, sozialer Wandel und Umweltverschmutzung.


„Lindenstraße“-Star Christian Kahrmann: Nach Corona-Koma auf dem Weg der Besserung
Weiterlesen