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„Lindenstraße“-Star Christian Kahrmann: Nach Corona-Koma auf dem Weg der Besserung

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Christian Kahrmann spielte von 1985 bis 2020 die Rolle des Benny Beimer in der Kult-Serie „Lindenstraße“. Der BILD-Zeitung verriet er, dass er aufgrund einer Corona-Infektion drei Wochen ins künstliche Koma versetzt werden musste. Bei seinem Aufwachen am 5. April habe er erfahren, dass sein Vater am selben Tag in Köln an der Virusinfektion gestorben sei.

Mitte März habe Kahrmann erste Symptome der Ansteckung bemerkt, obwohl er sich an Schutzmaßnahmen und Hygiene-Verordnungen gehalten habe: „Da habe ich meine Eltern besucht. Ich bemerkte dort schon einige Symptome. Als ich nach Berlin zurückkehrte, hatte ich Schüttelfrost und vierzig Grad Fieber. Es ist mir unerklärlich, wie ich mich anstecken konnte.“

Drei Wochen künstliches Koma — „Es stand bei mir Spitz auf Knopf, ob ich durchkomme“

Ein Krankenwagen habe ihn später in eine Berliner Klinik gebracht. Dort sei er drei Wochen ins künstliche Koma versetzt und beatmet worden. „Es stand bei mir Spitz auf Knopf, ob ich durchkomme“, erklärte Kahrmann.

Nach dem Aufwachen erfuhr er, dass sein zu dem Zeitpunkt 80-jähriger Vater Ralf Kahrmann an der Ansteckung mit dem Virus gestorben sei. Seine Schwester Bettina Kahrmann sowie seine Mutter Ute Kahrmann seien ebenfalls mit dem neuartigen Erreger angesteckt gewesen, aber auf dem Wege der Besserung.

Am vorigen Wochenende durfte Christian Kahrmann die Intensivstation des Krankenhauses verlassen. Vor allem der dadurch ermöglichte Besuch seiner beiden Töchter habe ihn glücklich gemacht und Motivation für die weitere Genesung gegeben.

Christian Kahrmann: Gegen die Verharmlosung des Virus

Trotzdem habe Kahrmann immens mit den Folgen der Erkrankung zu kämpfen: „Ich habe etwa 15 Kilo abgenommen. Es wird noch einige Zeit dauern, bis ich wieder fit bin. Nach der Entlassung muss ich in die Reha. Um wieder zu lernen, wie ich mich richtig bewege.“

Er appelliert an die Öffentlichkeit, die Pandemie ernstzunehmen: „Ich hoffe, dass niemand dieses Virus unterschätzt. Es ist wirklich gefährlich und man darf es einfach nicht verharmlosen.“

++ Dieser Artikel erschien zuerst auf rollingstone.de ++


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