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Endlich digital: My Bloody Valentine veröffentlichen ihren Katalog in Streamingdiensten

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In den vergangenen Tagen hatten die Shoegazing-Vorreiter My Bloody Valentine in den sozialen Netzwerken Gerüchte darüber gestreut, mögliche Neuauflagen und große Teile ihrer Diskografie zu veröffentlichen. So erschienen an verschiedenen Stellen Videos der Band mit der Botschaft „Only Tomorrow“ oder „31.3“.

 

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Kein Gerücht: Es passiert wirklich

Die Vermutungen stellen sich nun als wahr heraus. Die Alben „Isn’t Anything“ aus dem Jahr 1988, „Loveless“ aus dem Jahr 1991 und „MBV“ aus dem Jahr 2013 sowie die Kompilation „EP’s 1988–1991“ aus dem Jahr 2012 inklusive rarer Tracks sind ab sofort über alle Streaming-Dienste und als Download verfügbar. Bislang war der Katalog der Band nicht digital verfügbar.

Physische Neuauflagen dieser vier Veröffentlichungen werden am 21. Mai erscheinen. Die Deluxe-Vinyl-Editionen von „Isn’t Anything“ und „Loveless“ wurden vollständig aus analogen Quellen gemastert, während die LP-Neuauflagen der Standard-Veröffentlichungen aus digitalen Quellen stammen.

Das perfekte analoge Remaster

Gitarrist Kevin Shields erzählte in einem ROLLING-STONE-Interview 2017 von seiner Odyssee, ein perfektes analoges Remaster von „Loveless“ zu erhalten. Um den besten Sound zu bekommen, habe er sich mehrere verschiedene Varianten des Albums immer und immer wieder angehört. Das alte Material zu hören und zu überarbeiten, sei immer wieder eine neue Erfahrung.

Er sagt: „Wenn du zu einem französischen Hersteller gehst, wird es viel weicher und wärmer klingen, als wenn du zu einem britischen Hersteller gehst, wo es viel höher klingen wird. Wir haben buchstäblich ein paar tausend Platten herumliegen – alles Experimente und Fehlschläge.“ Er entschied schließlich, dass ihm die Version, die damals herauskam, am besten gefiel.

Neues Spielzeug, neuer Klang

Die EP „You Made Me Realise“ markierte einen Wendepunkt für die Gruppe, denn zu diesem Zeitpunkt erhielt Shields die Gitarre der Marke „Fender Jazzmaster“, die ihn dazu brachte, seine Herangehensweise an die Musik neu zu bewerten.

Mit dem neuen Instrument war er in der Lage, den Tremolo-Balken zu benutzen, um seinem Rhythmusspiel einen neuen, traumartigen Warble zu geben, der die spätere Musik der Band bestimmen sollte. „Es war wie ein neues Spielzeug, wirklich“, sagte Shields 2018 dem ROLLING STONE. „Ich konnte es fühlen. Es war etwas, worüber ich nicht nachgedacht habe. Ich fand es faszinierend, so zu spielen. Ich mag die Art und Weise, wie sich die Sounds bewegen.“

Das bisher letzte Studioalbum der Band war „MBV“ aus 2013.

+++ Dieser Artikel erschien zuerst auf rollingstone.de +++


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