Entertainer Herbert Feuerstein ist gestorben


Der mit „Schmidteinander“ berühmt gewordene Kabarettist, Journalist und Entertainer verstarb im Alter von 83 Jahren.

Herbert Feuerstein ist tot. Das teilte der WDR am heutigen Mittwoch, den 7. Oktober 2020, mit. Der Kabarettist, Journalist und Entertainer wurde 83 Jahre alt.

„Heute sind wir traurig“, begann WDR-Intendant Tom Buhrow seine Rede auf Feuerstein. Dann fügte er hinzu: „Wir bedanken uns bei Herbert Feuerstein nicht nur für ‚Schmidteinander‘, eine Kult-Show, die Fernsehgeschichte geschrieben hat und vieles verändert hat. Sondern auch für seinen klugen Humor, seine herrliche Albernheit, den intelligent durchdachten Anarchismus und viele, viele höchst unterhaltsame Fernseh- und Hörfunkstunden. So oft hat er uns zum Lachen gebracht.“

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Erst Musikstudium, dann Journalismus und schließlich die ganze Bandbreite Entertainment

Am 15. Juni 1937 war Feuerstein im österreichischen Zell am See geboren worden. Zunächst studierte er von 1956 bis 1958 Klavier, Cembalo und Komposition an dem Salzburger Mozarteum. Doch schnell wechselte er zum Journalismus, wurde Ende der 60er erst in New York Chefredakteur der deutschsprachigen „Staats-Zeitung“ und dann Verlagsleiter bei Bärmeier & Nikel. 1991 machte er sich zudem einen Namen als Chefredakteur der deutschen Version des „MAD“-Magazins.

Ab dem Jahr 1984 probierte sich Herbert Feuerstein außerdem als Autor des WDR-Formats „Michael Braun Talkshow“. Doch einem breiteren Publikum wurde er vor allem als Teil der von Harald Schmidt moderierten Spieleshow „Pssst…“ bekannt, sowie (ebenfalls neben Harald Schmidt) in der von ihm konzipierten Show „Schmidteinander“. Ein besonderer Coup gelang ihm außerdem mit dem zwölfstündigen Projekt „Feuersteins Nacht“, das 1996 ausgestrahlt wurde.

Feuerstein beteiligte sich an vielen Formaten und schrieb auch selbst Bücher, darunter zum Beispiel „Frauen fragen Feuerstein und sieben andere F-Wörter“ von 2005.

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Er starb in Erfstadt, wo er in dritter Ehe mit der Redakteurin Grit Bergmann wohnte.

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+++ Dieser Artikel erschien zuerst bei rollingstone.de +++