Erneuter Streit um das Nirvana-Logo

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Der Graphik-Designer Robert Fisher behauptet, der Erfinder des Smiley-Logos von Nirvana zu sein. Der Band zufolge ist der wahre Erschaffer jedoch Kurt Cobain persönlich. Nun wird die Sache vor Gericht geklärt.

Fisher war während der frühen 1990er-Jahre als künstlerischer Leiter des Plattenlabels von Nirvana DGC/Geffen Records tätig. Zur selben Zeit, als die Popularität der Grunge-Band rapide zunahm. Das Smiley-Logo habe er 1991 im Auftrag Nirvanas für ein T-Shirt erstellt, nachdem er „mit verschiedenen Variationen von Smiley-Gesichtern spielte“.

Vor Gericht verlautbarten die Anwälte der Band jedoch, das die Musiker die gesamten Nutzungs- und Urheberrechte für das Logo besäßen. Außerdem sei der wahre Designer Cobain persönlich. Darüber hinaus „hat Fisher in den 30 Jahren seit der Erstellung des Designs und der Nutzung durch Nirvana nie ein Interesse daran geltend gemacht“, erklärten die Anwälte der Gruppe.

Als Grund hierfür nennen Fishers Vertreter, dass der Designer vorher nicht erfahren habe, dass „Kurt Cobain fälschlicherweise als Urheber genannt wird“. Außerdem besitze er einen Anteil des Urheberrechts im Namen einer „stillschweigenden Lizenz“, die er der Band gewährt habe.

In der Vergangenheit kam es auch von anderen Seiten zum Rechtsstreit um das ikonische Logo. So behauptete Jocelyn Susan Bundy, die Enkelin des britischen Illustrators C.W. Scott-Giles, im Jahr 2021, dass ihr Großvater der eigentliche Urheber sei. Auch mit dem Designer Marc Jacobs ging die Band wegen unrechtmäßiger Verwendung des Smileys vor Gericht. Vorerst behält jedoch die Urheberrechts-Registrierung von Nirvana ihre Gültigkeit.


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