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Fatima, Hamilton Leithauser, Bonaparte – die Platten der Woche vom 30. Mai 2014


Album der Woche: Fatima – YELLOW MEMORIES

Nicht ganz unschuldig an der angenehm hohen Qualitätsdichte neuer britischer R’n’B-Musik ist der Zwei-Mann-Betrieb Eglo Records um Alex Nut und Floating Points aka Sam Shepherd, der vorab – wir haben gerade kurz Zeit – gesonderte Huldigung erfahren muss. Der Mittzwanziger zeigt sich klar als musikalischster und talentiertester unter den zuletzt so prominenten Produzenten und DJs, die den englischen Kellern entsprangen. Er gründete sein eigenes Ensemble, mit dem er auf Tour fährt und gibt einen House zum Besten, der mehr mit Jazz zu tun hat als alles andere, wenn er nicht gerade Sommerurlaube in Brasilien nutzt, um Plattenläden aufzukaufen.

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Hamilton Leithauser – BLACK HOURS

Schon im behutsamen Piano-Opener „5 AM“ fragt Hamilton Leithauser die richtunggebende Frage seines ersten Solo-Albums: „Do you ever wonder why I sing these love songs, when I have no love at all?“ Nach 14 Jahren und sieben Alben straightem, drängendem Indie-Rock mit der New Yorker Kultband The Walkmen kann Leithauser sich solo komplett frei entfalten und trotzdem dreht sich textlich immer noch alles um das alte Leid. Musikalisch ist ein Großteil der Platte sehr aufgeräumt und der Sound bändelt dabei deutlich mit Pop-Elementen an, ohne dabei den klassischen Rock’n’Roll aus den Augen zu verlieren.

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Bonaparte – BONAPARTE

Tobias Jundt war mal so etwas wie der Botschafter dieses grenzenlosen Berlins, ein schwitzender Rock’n’Roll-Performer aus den Träumen, die der Mitte-Kiez zu produzieren wusste, der Zeremonienmeister einer Freaky-Fukin-Weirdoz- Show, die sich immer wieder neu erfinden wollte. Bis auch das eines Tages zum Selbstläufer wurde und die Band Bonaparte im Chaos ihre Grenzen fand.

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Clap Your Hands Say Yeah – ONLY RUN

Neun Jahre ist es her, da wurden Clap Your Hands Say Yeah in einem Atemzug mit den Strokes, Yeah Yeah Yeahs, Arctic Monkeys und Franz Ferdinand genannt. Eben ein junges, idealistisches Quintett aus Philadelphia, das seine Musik ausschließlich via Internet, sprich ohne die klassische Musikindustrie, vertrieb – und Anerkennung bei Würdenträgern wie David Bowie und David Byrne fand.



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