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Fotos, Videos, Setlist: So war es bei Nick Cave & The Bad Seeds in der Berliner Waldbühne

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Bei Nick Cave & The Bad Seeds reicht nur ein Song, um die Stimmung für den gesamten Abend festzulegen: „Jesus Alone“ sorgt ähnlich wie als Opener auf der aktuellen Platte SKELETON TREE für Gänsehautmomente. Dabei ist es noch nicht mal dunkel geworden in der Berliner Waldbühne – das bemängelt auch Nick Cave zum Einstieg seines Konzerts am 14. Juli 2018. „It’s daylight, that’s terrifying“, lässt er seine Fans wissen und bestätigt damit nur das Klischee, das ohnehin um diese Band herrscht: alles ist etwas düsterer – die Texte, die Songs, der Auftritt und Nick Cave wird zu einer Art Fürst der Finsternis.


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In der Tat hat es etwas Sakrales wie Cave über seinem Publikum hin und her stolziert, alle Arme recken sich ihm entgegen, ab und an lehnt er sich in die Menschenmenge – und alle drehen durch. Kurz nachdem er sich bei „From Her To Eternity“ die Seele aus dem Leib geschrien hat und wie wild über die Bühne getanzt ist, zeigt er sich plötzlich wieder als charismatischer Mann, macht ein paar Scherze, verlangt nach einer Flasche Wasser. So menschlich, so nahbar und doch wirkt er wie nicht von dieser Welt.


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Exakt drei Jahre ist es her, dass sein damals 15-jähriger Sohn Arthur gestorben ist. Dass Nick Cave an seinem Todestag ein Konzert wie dieses spielt, könnte auch eine Art Therapie sein. Die Aufnahmen zu SKELETON TREE wurden stark von dem Verlust geprägt. Und in Berlin ist der Schmerz in seinen Augen gut zu erkennen. Er teilt sein Leid mit uns und alle verstehen ihn. Trotzdem oder gerade deswegen sucht Nick Cave erst recht den Kontakt zum Publikum, schiebt sich durch die Menschenmenge, holt etliche Fans auf die Bühne und zelebriert mit ihnen gemeinsam Songs wie „Stagger Lee“ und „Push the Sky Away“.

Die Setlist von Nick Cave & The Bad Seeds in der Waldbühne Berlin:

  • „Jesus Alone“
  • „Magneto“
  • „Do You Love Me?“
  • „From Her to Eternity“
  • „Loverman“
  • „Red Right Hand“
  • „The Ship Song“
  • „Into My Arms“
  • „Shoot Me Down“
  • „Girl in Amber“
  • „Distant Sky“
  • „Tupelo“
  • „Jubilee Street“
  • „The Weeping Song“
  • „Stagger Lee“
  • „Push the Sky Away“

Zugabe:

  • „City of Refuge“
  • „Rings of Saturn“



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