Highlight: Die verstorbenen Persönlichkeiten 2018

Für mehr Suizid-Prävention: Aviciis Familie gründet Stiftung

Die Familie von Avicii hat zu seinen Ehren eine Stiftung gegründet. Sie wurde seinem bürgerlichen Namen nach „The Tim Bergling Foundation“ genannt und soll an seinem ersten Todestag kommenden Monat gelauncht werden.

Laut einer Pressemitteilung soll die Stiftung ihren Fokus darauf legen, Menschen und Organisationen zu unterstützen, die im Bereich mentaler Krankheiten und Suizid-Prävention arbeiten. Es soll darüberhinaus aber auch im Themen wie Klimawandel und dem Erhalt von Natur und gefährdeten Spezies gehen.

„Tim wanted to make a difference – starting a foundation in his name is our way to honour his memory and continue to act in his spirit”, teilt seine Familie mit.

Tim Bergling aka DJ-Superstar Avicii starb am 20. April 2018 im Alter von 28 Jahren im Oman, wo er Urlaub machte. Er nahm sich selbst das Leben. Der Musiker und Produzent litt unter psychischen Problemen und einer Bauchspeicheldrüsenentzündung. 2014 ließ er sich die Gallenblase entfernen, 2016 zog er sich aus dem Live-Geschäft zurück, nahm aber weiterhin Musik auf. 2018, kurz vor seinem Tod, erschien auf Netflix die 2017 erstmals ausgestrahlte Dokumentation „Avicii: True Stories“, die beeindruckende Einsichten in den Stress und Druck erzeugenden Touralltag von Avicii und seinen auch daraus resultierenden gesundheitlichen Problemen offenbart.

Avicii arbeitete in seiner Karriere unter anderem mit David Guetta, Daft Punk, Coldplay, Brandon Flowers und Leona Lewis zusammen. Er veröffentlichte drei Studioalben, drei EPs und etliche weitere Tracks. „Wake Me Up“, an dem übrigens auch Incubus-Gitarrist Mike Einziger mitschrieb, verkaufte sich allein in Deutschland über eine Million Mal und wurde zu einer der erfolgreichsten Singles seit 40 Jahren.

Wer Suizidgedanken hat, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits das Sprechen dabei, die Gedanken zumindest vorübergehend auszuräumen. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist oder sich um nahestehende Personen sorgt, kann sich – auch anonym – an die Telefonseelsorge wenden: Sie bietet schnelle Hilfe an und vermittelt Ärzte, Beratungsstellen oder Kliniken unter der Nummer 0800/111 01 11.


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