Fugazi

Fugazi, so heißt es, seien eine politische Band und auf wohltuende Weise unkommerziell. Also ganz nach dem Geschmack der selbsternannten Subkultur-Avantgarde. So dominieren denn auch in der ‚Fabrik‘, der ehemaligen Brutstätte der „Hamburger Szene“, Motorradjacken mit Sex Pistols-Buttons und Che Guevara-T-Shirts. Und stilgerecht beginnt der Auftritt mit einem Mini-Eklat vor der Bühne. Der ME/Sounds-Rezensent, diesmal auch als Fotograf tätig, bekommt von einem Schwarzkittel die Kamera vor die Brust geknallt: „Kein Bock auf Fotos, Alter!“ Nachdem dann zwei Engländer dem armen Rezensenten/Fotografen auch noch Prügel androhen, geht Fugazi auf die Bühne und ein Pogo los, von dem jede Trashmetalcombo nur träumen kann. Der Rezensent/Fotograf entschließt sich zum Rückzug. Den Kameragurt um die Gurgel und den Notizblock im Mund, verläßt er waagrecht bodysurfend das Getümmel und vermutet, daß Fugazi an diesem Abend wohl ein klasse Konzert gaben.

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