Highlight: Hobby-Produzenten aufgepasst: Alles, was Ihr über GEMA-freie Musik wissen müsst

Nach zehnjährigem Verfahren: GEMA erhöht Abgaben für CD- und DVD-Rohlinge

Viele haben mittlerweile nicht einmal mehr CD- oder DVD-Spieler zuhause. Wir hören Musik via Spotify und schauen Filme auf Netflix. Ein „aktueller“ Beschluss der GEMA macht also etwas stutzig:

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte hat nämlich nach zehnjährigen (!) Verhandlungen mit Herstellern erreicht, dass die Pauschale für CD- und DVD-Rohlinge erhöht werden soll. Für Künstler*innen ein fairer Beschluss – nur kommt er ein paar Jahre zu spät.

Bei CDs lag die Urheberrechtsabgabe, die Hersteller bisher an die GEMA zahlen mussten, zwischen 1,0 und 2,o Cent pro Rohling. Künftig müssen Hersteller zwischen 1,25 und 2,5 Cent bezahlen. Bei DVDs lag die Summe in der Vergangenheit zwischen 2,0 und 8,0 Cent, ab jetzt aber zwischen 2,5 und 10,0 Cent.

In einem ähnlichen Beschluss wurde übrigens ein neuer Tarif für externe CD- und DVD-Brenner festgesetzt.

Vielleicht lässt sich die Autorengesellschaft demnächst auch etwas für Kassetten einfallen. Anders als CDs feiern die immerhin gerade ein Comeback – nachzulesen in der April-Ausgabe des Musikexpress.

In einer früheren Version des Artikels hieß es, die GEMA habe den Tarif nach zehnjährigem Verfahren beschlossen, tatsächlich wurde dieser am 13. März 2018 aber lediglich erhöht.


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