Großes in unseren Ohren

Bei Sigur Rós entwickeln sich die Dinge in neue Dimensionen. Gewohnt leise, aber mit einem Dröhnen.

Dass Jónsi Birgisson, Georg Holm, Kjartan Sveinsson und Orri Dyrasson das Potenzial haben, um eines Tages The World’s Most Unlikely Superstars zu werden, darüber herrscht in eingeweihten Kreisen schon länger eine stille Übereinkunft. Dass Sigur Rós das vielleicht selbst für möglich (und unter Umständen sogar halbwegs erstrebenswert)halten, deutete sich mit ihren Statements rund um den Tourfilm „Heima“ und die Doppel-CD Hvarf-heim im vergangenen Jahr an. Längst outen sich Superstars wie Lars Ulrich oder Brad Pitt als Fans der eigenwilligen Band aus Island, deren Tonträger inzwischen weltweit eine Gesamtauflage in Millionenhöhe erreicht haben. Wie groß die Dinge demnächst tatsächlich werden könnten, zeichnet sich nun seit Sommeranfang ab: Das Video zu „Gobbledigook“ mit seiner an Teenage-Hippieträume erinnernden Inszenierung naturnaher Sexualität ist bei YouTube nur“ab 18″ zu sehen-ein verlässlicher Katalysator für einen veritablen“Buzz“ im Internet. Und auch dass das neue Sigur-Rós-Album Med Sud I Eyrum Vid Spilum Endalaust(zu Deutsch:“Mit einem Dröhnen in unseren Ohren spielen wir bis in die Ewigkeit“) zwischen Island, New York und den Abbey-Road-Studios entstand, lässt erahnen, dass alles diesmal eine Nummer größer ausfallen wird für die Isländer. GusGus-Gründer Stefan Arni, ein langjähriger Freund der Band, der das „Gobbledigook“-Video drehte, bestätigt: „Ja, das fühlt sich derzeit alles nach einem Durchbuch in neue Dimensionen an. Ich bin mir aber sicher, dass die Jungs dabei so kompromisslos bleiben werden wie immer.“ >»www.sigurros.com

>»albumkritik s. 88

»>story me 9/08

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