HipHop trifft History: „Hamilton“ feiert Musical-Premiere in Hamburg

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Am 06. Oktober fand die Premiere des Musicals Hamilton in Hamburg statt. Es war die erste Aufführung des Musicals in einer anderen Sprache als Englisch – und mit HipHop-Versen versehen. Am Donnerstag fanden sich rund 1400 Menschen im Stage Operettenhaus in Hamburg zusammen. Darunter auch Lin-Manuel Miranda, der Verfasser des Musicals Hamilton, welches er inspiriert von dem Buch Alexander Hamilton von Ron Chernow schrieb.

Hamilton soll ab jetzt acht Mal die Woche im Stage Operettenhaus gezeigt werden. Das Musical aus Amerika gewann bereits elf Tony Awards, einen Pulitzer Preis und einen Grammy als „Best Musical Theater Recording“.

Handlung

Alexander Hamilton ist ein Mann, der sich im 18. Jahrhundert als Waisenjunge und karibischer Einwanderer bis an die Spitze der ersten amerikanischen Regierung hocharbeitete. Er kämpfte mit Leidenschaft und Wortgewandtheit für Unabhängigkeit, Verfassung und Demokratie.

Als unehelicher Sohn in prekären Verhältnissen auf Nevis, einer karibischen Insel aufgewachsen, waren Alexander Hamiltons Karriere und Lebensleistung alles andere als vorgezeichnet. Er verkörpert damit den amerikanischen Traum, lange bevor dieser Ausdruck überhaupt entstanden ist. Mit viel Mut, Charme und Intelligenz wurde er Adjutant George Washingtons, heiratete in eine der angesehensten Familien des Landes ein, kämpfte im Unabhängigkeitskrieg gegen die Engländer, entwarf die neue Verfassung mit und wurde erster Finanzminister der USA. Er starb 1804 an den schweren Verletzungen nach einem Duell mit seinem Rivalen Aaron Burr. Sein Abbild geht bis heute durch die Hände von Millionen Menschen: Es ziert die 10-US-Dollar-Note.

Reaktion der Zuschauer*innen

Da Hamilton in seiner ursprünglichen Sprache bereits ein großer Erfolg war, blieb nur noch die Frage offen, ob sich das Musical auch auf Deutsch durchsetzen kann. Anscheinend kommt es ebenso gut an, denn die 1400 Zuschauer*innen sollen bereits nach dem ersten Akt nichts als Lob für die Darsteller*innen gehabt haben. Am Ende soll es tosenden Applaus mit Standing Ovations und Jubelrufen gegeben haben.

Olivia Jones sagt zur Premiere: „Das Musical ist echt krass, abgefahren, jung, aber es ist anders und es flasht einen total. Man dachte zuerst natürlich: ‚Naja, Rap, häh – im Musical?‘ Aber es ist wirklich super, weil diese Künstler einfach grandios sind. Die Stimmen sind toll und die Choreografien der Wahnsinn!“

Lin-Manuel Miranda meinte: „Die Show ist ein absolutes Must-See, denn es ist die erste Übersetzung von Hamilton überhaupt. Außerdem ist die erzählte Geschichte Alexander Hamiltons sehr universell und jeder kann etwas aus ihr lernen.“

Es waren noch Promis wie Zoe Weez, Andrea Sawatzki, Alexander Klaws, Collien Ulmen-Fernandez, Otto Waalkes und Fettes Brot anwesend.


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