Ikkimel, Nina Chuba, Carolin Kebekus: Gemeinsam gegen digitale Gewalt
Ikkimel, Nina Chuba, Carolin Kebekus & mehr fordern Deepfake-Verbote und Femizid als Straftatbestand – mit einem Zehn-Punkte-Plan an die Bundesregierung.
Mehr als 250 prominente Frauen, darunter Ikkimel, Nina Chuba und Carolin Kebekus, haben einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt, um digitale sexualisierte Gewalt zu bekämpfen.
Das Papier richtet sich an die Bundesregierung und sieht unter anderem vor, das Erstellen von Deepfakes unter Strafe zu stellen und Femizide als eigenständigen Straftatbestand im Strafgesetzbuch zu verankern. Initiatorinnen des Plans sind die Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal, die Grünen-Politikerin Ricarda Lang und die Autorin Kristina Lunz.
Politische Unterstützung und gesetzliche Initiativen
Der Plan stößt auf Unterstützung aus der Politik. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) und Franziska Brantner, Parteivorsitzende der Grünen, haben das Papier unterzeichnet. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) kündigte bereits an, noch im Frühjahr einen Entwurf für ein digitales Gewaltschutzgesetz vorzulegen. Dieses Gesetz könnte unter anderem die Speicherung von IP-Adressen für drei Monate erlauben, um Täter:innen digitaler Gewalt leichter identifizieren zu können.
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Proteste am Brandenburger Tor
Parallel zu den politischen Initiativen gingen mehrere Tausend Menschen in Berlin auf die Straße. Laut „Spiegel“ versammelten sich am Brandenburger Tor etwa 6.700 Personen, während die Veranstalter:innen von bis zu 13.000 Teilnehmer:innen sprachen. Die Demonstrierenden trugen Schilder mit Botschaften wie „Menschenrechte auch im Internet“ und „Die Scham muss die Seite wechseln“. Unter ihnen waren auch Politikerinnen wie Saskia Esken (SPD) sowie die Grünen-Politikerinnen Ricarda Lang, Lisa Paus und Katrin Göring-Eckardt.
Vorwürfe von Collien Fernandes gegen Christian Ulmen
Im Zentrum der Debatte steht Collien Fernandes, die öffentlich Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhebt. Laut „Spiegel“ wirft Fernandes ihm unter anderem psychische Gewalt und Manipulation vor. Diese Anschuldigungen haben in Medien und unter Prominenten eine Welle der Solidarität ausgelöst, gleichzeitig aber auch juristische Reaktionen hervorgerufen.
Reaktionen von Anwälten und Wegbegleitern
Christian Ulmens Anwälte wiesen die Vorwürfe laut „Spiegel“ zurück und betonten, dass keine rechtlich belastbaren Beweise für die Anschuldigungen vorlägen. Wegbegleiter wie der Schauspieler Fahri Yardim äußerten Verständnis und Solidarität für Fernandes, ohne die Vorwürfe direkt zu kommentieren. Auch der Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre distanzierte sich öffentlich von Ulmen nach jahrelanger enger Freundschaft.






