James Franco wehrt sich gegen Vorwürfe der sexuellen Belästigung

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Am Montagmorgen deutscher Zeit stand James Franco noch strahlend auf der Bühne und freute sich über seinen gewonnen Golden Globe. Den wichtigen Filmpreis erhielt er für seine Darstellung von Tommy Wiseau in der Komödie „The Disaster Artists“, Franco wurde zum besten Hauptdarsteller in dem Genre ausgezeichnet. Nur zwei Tage später macht der 39-Jährige erneut Schlagzeilen, nun allerdings im Rahmen der bei den Globes demonstrativ geächteten Skandale im Rahmen der #metoo-Enthüllungen.

Bei den Golden Globes trug Franco ebenfalls den Pin der zuletzt gegründeten Initiative „Time’s Up“, in der sich viele Prominente aus den USA gegen sexuelle Belästigung und für mehr Gleichberechtigung einsetzen. Via Twitter meldeten sich mindestens zwei Frauen, die diesen Pin zum Anlass nahmen, um Vorwürfe gegen Franco vorzutragen:

 

 

Das Model Violet Paley wirft Franco also vor, Sex mit Minderjährigen forciert zu haben und ihren Kopf im Auto zu seinem entblößten Penis gedrückt zu haben. Den „Time’s Up“-Pin empfindet sie als scheinheilig. Eine weitere Frau meldete sich und und beschwerte sich darüber, dass sie in Francos Film vertraglich gebunden war, sich für 100 US-Dollar auszuziehen.

Die „New York Times“ hat nach Bekanntwerden der Vorwürfe direkt einen Talk mit den Franco-Brüdern abgesagt. Eigentlich stand in dieser Woche eine Gesprächsrunde zum Film „The Disaster Artist“ in New York an: „Given the controversy surrounding recent allegations, we’re no longer comfortable proceeding in that vein“, heißt es in der Begründung.

Am Dienstagabend war Franco zu Gast in einer US-Talkshow und ging dort auf die Vorwürfe ein. „The things that I heard were on Twitter are not accurate, but I completely support people coming out and being able to have a voice…I don’t want to shut them down in any way. I think it’s a good thing and I support it.“

Die Dinge, die auf Twitter kursieren, seien also nicht akkurat, meint der Schauspieler. Er möchte aber niemanden mundtot machen und unterstützt es generell, wenn Frauen sich nun aussprechen.


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