Jan Köppen konfrontiert Gil Ofarim beim „Dschungelcamp“-Nachspiel
Beim „Dschungelcamp“-Nachspiel konfrontierte Jan Köppen Gil Ofarim mit dessen Freispruch-Aussage.
„Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ 2026 ist Geschichte. Das Dschungelcamp in diesem Jahr war wohl eines der am heißesten diskutierten, seit die Sendung auf RTL ausgestrahlt wird. Dies lag an der Teilnahme und am Gewinn von Gil Ofarim. Der Musiker war im Jahr 2021 in Ungnade gefallen, da er dem Hotelmitarbeiter Markus W. Antisemitismus vorgeworfen hatte, was sich in der Folge als falsch herausstellte. Der Fall sorgte auch im Dschungel für reichlich Gesprächsstoff, und die Meinungen über Gil Ofarims Glaubwürdigkeit sind verschieden.
Konfrontation beim großen „Dschungel-Nachspiel“
Einer hatte sich bisher noch nicht zu Gil Ofarims Auftreten im Dschungel geäußert: „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“-Moderator Jan Köppen schwieg bislang zu allen Diskussionen um den neuen Dschungelkönig. Am Sonntag, dem 22. Februar 2026, fand traditionell das große „Nachspiel“ zum diesjährigen „Dschungelcamp“-Finale statt. Hier kommen alle Camper:innen und die Moderator:innen noch einmal zusammen, um die Staffel zu besprechen. In der Vergangenheit war es nicht unüblich, dass dieses Treffen einiges an Zündstoff und Streitereien zu bieten hatte.
Jan Köppen nutzte die Live-Sendung nun, um sich direkt an Gil Ofarim zu wenden und diesen zu konfrontieren. Hierbei ging es dem Moderator vor allem um einen Satz, den der Dschungelkönig in den zwei Wochen Laufzeit der Sendung gegenüber Simone Ballack tätigte. So sagte der Sänger: „Ich bin nicht verurteilt. Ich bin nicht vorbestraft. Ich bin freigesprochen.“ Diese Wortwahl schien Jan Köppen zu stören, und so forderte er Antworten von Gil Ofarim.
Jan Köppen wollte Antworten
Der Moderator machte klar, dass er gewisse Aussagen des Musikers nicht richtig einordnen konnte und fragte daher: „Da ist mir vor allem in Erinnerung, dass du immer wieder Andeutungen gemacht hast, dass du gesagt hast, du seist freigesprochen, was du nicht warst.“ Hierzu erhielt Jan Köppen Applaus vom Publikum, denn er hat recht. Gil Ofarim wurde zwar nicht verurteilt, einen Freispruch erhielt er allerdings auch nicht. Das Verfahren wurde lediglich aufgrund einer Einigung auf eine Zahlung von 20.000 Euro beigelegt.
Zudem sprach der Familienvater während der Sendung immer wieder von einer „Verschwiegenheitspflicht“, die es allerdings in dieser Form gar nicht gegeben haben soll. Auch diese sprach Jan Köppen an: „Du, würde ich jetzt behaupten, weißt doch, im juristischen Sinne – musstest dich ja auch zwei Jahre damit beschäftigen – was das heißt, oder?“ Daraufhin räumte der Sänger schließlich ein: „Es war eine unglückliche Wortwahl, das gebe ich zu.“ Er verwies auf Müdigkeit, Hunger und Erschöpfung im Camp.
Jan Köppen war allerdings noch nicht fertig und fragte ganz direkt: „Wolltest du Zweifel säen an dem, was da passiert ist?“ Dies verneinte der Dschungelgewinner. Er sagte: „Ich habe nicht irgendwie versucht, irgendwas umzudrehen oder irgendwas zu säen.“
Der Moderator antwortete daraufhin bloß: „Aber es wirkte so.“ Im Anschluss nutzte er den Moment, um noch eine Botschaft zu vermitteln: „Das ist mein Blick darauf: Diese Öffentlichkeit bringt eine große Verantwortung mit sich. Die bringt auch eine Macht mit sich, und in dem Fall ist das ein riesengroßes Machtgefälle.“
Gil Ofarim beharrte darauf, nicht versucht zu haben, irgendetwas „umzudrehen“.
Warum jetzt, Jan Köppen?
Viele fragten sich, warum sich der RTL-Host nun zu der Debatte rund um Gil Ofarim äußerte. Hierzu lieferte er kürzlich via Instagram eine Erklärung. Er habe sich besonders gegen Ende des „Dschungelcamps“ 2026 aufgrund des Trubels aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und auch eine Pause von sozialen Medien gemacht. „Um ehrlich zu sein, mir war das Ganze einfach zu viel“, sagte er in einem Instagram-Video.
Weiter erklärte Jan Köppen: „Mir war das alles zu laut und ich hatte das Gefühl, dass mein Instagram dann auch kein Ort gewesen wäre, an dem ich mich wohlgefühlt hätte. Das war eigentlich der Hauptgrund.“
Insbesondere einige Reaktionen im Netz seien einfach zu weit gegangen. Er sei grundsätzlich immer offen für Kritik, aber in diesem Fall fragte er sich bloß: „Ich dachte mir, was ist denn mit den Menschen los?“ Was er gelesen habe, sei „weit weg von Kritik und einfach nur Rumgebrülle“. So habe er eine Pause vom öffentlichen Leben genommen: „Ich hatte dann einfach keinen Bock darauf.“



