Jimmy Witherspoon

Fast sechs Jahrzehnte spielte, nein lebte er Blues, R’n’B, und Jazz, war mehr als einmal von der Bildfläche verschwunden und kehrte doch immer zurück. Jimmy Witherspoon, geboren am 8. August 1923 in Gurdon/Arkansas, begann seine beeindruckende Karriere in Kalkutta. Als Schiffskoch der Handelsmarine stieg „Spoon“ dort bei einem Landurlaub in Teddy Waetherfords Big Band ein. Zurück in der Heimat, sang er ab 1944 im Orchester von Jay McShann. Dem Ensemble gelang 1949 mit „Ain’t Nobody’s Business“ ein Nummer-i-Hit in den Rhythm’n’Blues-Charts. Unter eigenem Namen brachte Witherspoon drei weitere Singles in die TopTen, ehe er, wie so viele andere Blueser, vom Rock’n’Roll überrollt wurde. Einen seiner größten Erfolge feierte „Spoon“ 1959 beim Monterey Jazz Festival an der Seite der Saxophon-Giganten Ben Webster und Coleman Hawkins. Danach war er zehn Jahre vom Jazz beseelt, ehe er sich wieder demBlues zuwandte. Witherspoon arbeitete mit Größen wie Charlie Musselwhite, Eric Burdon, Dr. John oder Doc Pomus, entdeckte Talente wie Robben Ford und nahm, sogar nachdem die Ärzte bei ihm Kehlkopfkrebs diagnostiziert hatten, auch selbst noch vielbeachtete Platten auf. Jimmy Witherspoon starb am 18. September in seinem Haus in Los Angeles.

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