Joel Compass

Das allererste Konzert überhaupt: knüppelhart ausverkauft. Das zweite Konzert: ein Gig im Rahmen des renommierten Wireless-Festivals. Ein Labeldeal mit Black Butter, einer der Plattenfirmen der Stunde. Warme Worte von Beyoncé. Man erkennt: Es sieht gut aus für Joel Compass, den 19-jährigen Londoner, der bisher gerade mal zwei Stücke veröffentlichte. Das Beste heißt „Fucked Up“ und erzählt vom Morgen, dem Mädchen der Nacht, das immer noch neben dem Protagonisten im Bett liegt, und der Freundin, die gleichzeitig anklingelt. Luxusprobleme kontemporären HipHops -man kennt’s von Kollegen wie Drake. Was neu ist: Bei Joel Compass trifft Selbstmitleid auf klaustrophobisch verzettelte Endzeit-Beats. Oder auch: erwähnter Drake auf Frühnuller-Garage der Artful-Dodger-Schule. Ob Joel ein „black Jeff Buckley“ wird, wie die Inselpresse vermutet? Wissen wir nicht. Aber „Fucked Up“ bleibt den Sommer über im Ohr.

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