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Jonathan Demme, Regisseur von „Das Schweigen der Lämmer“, ist tot

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Sein Name ist zwar nicht jedem sofort ein Begriff, einige seiner Filme hat aber jeder im Gedächtnis. Jonathan Demme, Regisseur von „Das Schweigen der Lämmer“, „Philadelphia“ und „Der Manchurian Kandidat“, ist tot.

Robert Jonathan Demme ist am Mittwoch in seiner Heimatstadt New York gestorben, er wurde 73 Jahre alt. Der Filmemacher litt an Speiseröhrenkrebs, dazu führten anhaltende Probleme mit seinem Herzen zum Tod. Schon seit 2010 befand sich Demme in ärztlicher Behandlung, seit 2015 habe sich seine Zustand aber immer weiter verschlimmert.

Demme bei der Verleihung der Oscars 1992

Demme hielt sein Privatleben Zeit seines Lebens gut bedeckt, wollte nur über seine Arbeit in der Öffentlichkeit erscheinen. Und seine Vita liest sich mehr als beeindruckend: Für den Thriller „Das Schweigen der Lämmer“ erhielt er 1992 den Oscar für die beste Regie, bei der Berlinale gewann er kurz zuvor den Silbernen Bären.

Konzertfilme für Timberlake und Young

1993 verhalf er Tom Hanks zum Superstar-Status, indem er das HIV-Drama „Philadelphia“ inszenierte. Später folgten noch Filme wie „The Truth About Charlie“ und zuletzt die Regie bei zwei Episoden der TV-Serie „The Killing“. Seine Karriere startete Demme bereits in den 70ern, damals drehte er für die Serie „Columbo“ und seinen ersten Langfilm „Caged Heat“.

Neben Spielfilmen war Demme auch für Konzertfilme bekannt. Unter anderem drehte er „Heart of Gold“ über und mit Neil Young sowie 2016 mit Justin Timberlake. Der Konzertfilm lief erfolgreich bei Netflix.

Demme hinterlässt drei Kinder, verheiratet war er mit der Künstlerin Joanne Howard.


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John T. Barr Getty Images

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