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Juice WRLD willigte vor seinem Tod ein sich in eine Entzugsklinik zu begeben

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In einem kürzlich veröffentlichten Interview sprach der Rapper und Label-Chef Lil Bibby über den verstorbenen Rapper Juice WRLD. Dabei erwähnte er erstmals, dass Juice WRLD noch kurz vor seinem Tod plante, sich in eine Entzugsklinik einweisen zu lassen, um gegen seine Drogensucht anzukämpfen.

Die HipHop-Welt war nach dem 9. Dezember 2019 nicht mehr so, wie sie mal war. Damals ereilte Fans die traurige Nachricht, dass der „Lucid Dreams“-Rapper aufgrund eines Krampfanfalls verstorben sei. Ein späterer Autopsiebericht ergab schließlich, dass eine Drogenüberdosis für den Tod des 21-Jährigen verantwortlich war.

In einem Gespräch mit DJ Vlad nahm sich Lil Bibby ein wenig Zeit um über die viel diskutierte Substanzabhängigkeit von Juice WRLD zu sprechen. Der Label-Chef war einer derjenigen, die Juice WRLD entdeckten. Zudem verband die beide über die Jahre auch eine gute Freundschaft. Obwohl Bibby wusste, dass viele Rapper einen exzessiven Drogen- und Medikamentenkonsum pflegen, war er schockiert, als er von der Toleranz und Tagesdosis von Juice erfuhr.

„Er nahm am Tag vier Percocet“

Lil Bibby erzählte weiter: „Ich bin ausgerastet. Ich habe jedem gesagt, dass wir dieses Kind in eine Entzugsklinik bringen müssen. Die meisten, die ich kenne, nehmen maximal eine [Tablette] am Tag und er nahm die mit 30 mg.“

Percocet ist ein Medikament, das hauptsächlich in den USA von Ärzten verschrieben wird. Die aktiven Wirkstoffe dieses Medikaments sind das starke Opioid Oxycodon und Paracetamol. Während die gängigen Verschreibungen in der Regel nicht mehr als 10 mg Oxycodon pro Tablette beinhalten, wird auf den amerikanischen Straßen immer mehr mit gefälschten Pressungen gehandelt, die einen viel höheren Oxycodon-Gehalt aufweisen oder zusätzlich mit noch stärkeren Schmerzmitteln wie Fentanyl gestreckt werden.

Schon zu spät

Nachdem Lil Bibby das Label, das Management sowie Juices Freunde benachrichtigte, musste er erfahren, dass der Juice WRLD seine tägliche Dosis noch weiter gesteigert hatte und nun mehr als vier Tabletten am Tag konsumiere. Als er den Rapper kurze Zeit später zu rede stellte, willigte dieser sogar ein, sich in eine Klinik einweisen zu lassen. Allerdings machte er seinem Freund schon damals klar, dass er auch nach dem Entzug nicht vorhabe, vollkommen mit den Drogen aufzuhören. Ungefähr eine Woche später verstarb Juice WRLD an einem Flughafen an den Folgen einer tödlichen Drogenüberdosis.

Sucht ist eine Krankheit, die jeden Menschen treffen kann. Doch je früher Drogenkonsum und Drogenabhängigkeit erkannt und angegangen werden, desto größer sind die Heilungschancen. Wenn sie selbst Angehörige haben, die mit Suchtproblemen kämpfen, gehen sie auf diese zu und sprechen mit ihnen. Oft kann schon ein Gespräch weiterhelfen in die richtige Richtung zu gehen.


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