Kanye West: Kein Milliardär mehr!

von

Die Kollegen vom amerikanischen ROLLING STONE und die UK-Finanzplattform „Forbes“ haben nachgerechnet: Das stattliche Vermögen von Rap-Mogul Kanye West, auch „Ye“ genannt, schmilzt dann wie ein Gletscher in der Schweizer Alpen. Hintergrund sind die fristlosen Aufhebungen diverser Firmenkooperationen, darunter Adidas, die mit West aufgrund seiner antisemitischen Äußerungen nicht mehr zusammenarbeiten wollen.

Noch kürzlich hat sich West beim US-TV- und Radio-Talker Chris Cuomo darüber beschwert, dass er vom sprichwörtlich kleinen Cowboy auf der Straße nicht so recht als „Milliardär“ gewürdigt würde. Nach dem atemberaubend schnellen Verlust diverser Businessdeals ist er das nun auch gar nicht mehr.

Das Recherche-Team von „Forbes“ schätzt allein den Vertrag mit der deutschen Sportmarke Adidas auf einen Wert von 1,5 Milliarden Dollar. Dazu kommen (oder besser: kamen!) weitere Mode-, Medien und Rechte-Deals.

Das Londoner Wirtschaftsmagazin taxierte Yes Vermögen noch im September 2022 auf stattliche zwei Milliarden Dollar.

Der „Guardian“ hat einen Blick auf das immense Geschäftsgeflecht des Rappers geworfen, das jetzt an vielen Stellen reißt. Die Normcore-Modemarke GAP etwa kündigte laut „Guardian“ am Dienstag (25. Oktober) an, dass das Unternehmen „sofortige Schritte unternimmt, um ‚Yeezy Gap‘-Produkte aus unseren Geschäften zu entfernen“ – und auch, dass sie die „Yeezy Gap“-Website umgehend vom Netz nehmen wird.

US-Recherchen wiederum ergaben, dass Wests „Nettovermögen“ auf nunmehr 400 Millionen Dollar zusammengeschmolzen sei; nunmehr bestehend aus einem Mix aus Immobilien, Bargeld, seinem Katalog an Musikrechten sowie dem Fünf-Prozent-Anteil an Kim Kardashians „Shapewear“-Firma Skims.

Auch wenn „Forbes“ keine direkten Einblicke in die Buchhaltung des Imperiums von Kanye West hat, sind die Verluste durch seine andauernden Krawall-Aussagen immens.

Bizarr auch die voran gegangenen Streitereien um sein „wirkliches“ Vermögen: Im Jahr 2020 erlangte er zum ersten Mal den „offiziellen“ Status eines Milliardärs. Er wiederum beschwerte sich bei den „Forbes“-Machern, dass deren Schätzung um ein paar Milliarden Dollar daneben lag. Auch im Anfang 2022 lamentierte West, dass ihn Forbes mit „nur“ zwei Milliarden Dollar einpreisen würde. Der Rapper reichte gar Dokumente ein, in denen er behauptete, dass allein die Adidas-Partnerschaft 4,3 Milliarden Dollar wert wäre.

Aus den Listen von „Forbes“, ROLLING STONE und „Guardian“ geht hervor, dass Unternehmen wie Balenciaga, der Bankriese JP Morgan Chase und seine langjährige Talentagentur CAA alle Verträge fristlos gekündigt haben (oder gerade dabei sind).

Die Universal Music Group, die Muttergesellschaft von Wests zugekauftem HipHop-Label Def Jam, gab ebenfalls eine Erklärung ab, in der sie seine Kommentare und Handlungen entschieden verurteilt.


Kanye West behauptet: Rosa Parks war eine Inszenierung der Regierung
Weiterlesen