Kanye West wird von einem Pastor verklagt

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Wenn ein Rapper keine Gefahr laufen sollte von der Geistlichkeit verklagt zu werden, ist das Kanye West. Meint man zumindest. Tatsächlich aber wird der bekennende Christ jetzt von einem Pastor aus Texas verklagt. Allerdings ist kein ketzerisches Verhalten der Grund, sondern eine simple Copyright-Verletzung.

Dem amerikanischen Magazin „TMZ“ zufolge, soll Kanye West eine Rede von dem Pastor David Paul Moten gesampelt haben – ohne dessen Zustimmung. Es geht um den Song „Come to Life“. Der Anklageschrift zufolge soll die Predigt des Pastors für insgesamt 70 Sekunden in dem Song zu hören sein, was bei einer Songlänge von 5:10 Minuten mehr als 20 Prozent des gesamten Tracks ausmachen würde. Die Predigt ist vor allem im Intro des Songs prominent zu hören, einzelne Stellen werden aber auch im weiteren Verlauf des Tracks wiederholt.

Der Pastor scheint von einer großen Streitsucht überkommen worden zu sein, denn seine Klage richtet sich nicht nur gegen Kanye West. Auch gegen die beteiligten Labels „Good Music“, „Def Jam“ und „UMG Recordings“ zieht der Geistliche vor Gericht. Ihm zufolge, sei „Come to Life“ nur ein Beispiel für die in der Musikindustrie weit verbreitete Angewohnheit, „vorsätzlich und auf ungeheure Weise Tonaufnahmen von anderen zu sampeln, ohne die Zustimmung oder Erlaubnis dafür zu haben.“

Der Song „Come to Life“ stammt von Kanye Wests 2021 erschienenem Album DONDA, auf dem der Rapper nicht nur viele Gospel-Elemente eingebaut hat, sondern auch immer wieder seine Liebe zu Gott betont. Inzwischen hat der Rapper bereits DONDA 2 veröffentlicht, allerdings nur auf seinem eigenen „Stem Player“, der um die 200 US-Dollar kostet.


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