Kanye Wests Auftritt bei „Ellen“ ist eine Spoken-Word-Performance erster Güte

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Kaum hatten wir begonnen Kanye West die wöchentliche Kolumne „Kanyes Twitter-Woche“ zu widmen, hörte der Großmeister der Rants auf sein mediales Sprachrohr zu nutzen. Doch wer jetzt traurig ist, über all die unausgesprochenenen Wahrheiten, die er dadurch verpasst, muss nicht traurig sein, denn „Ye“ besuchte US-Talkerin Ellen DeGeneres in ihrer Show und packte den kompletten Content seines Twitter-Feeds in einen achtminütigen Monolog. Damit die frohe Botschaft der Wahrheit auch den letzten Erdbewohner erreicht.

Nach einem gemächlichen Einstieg ins Gespräch, fragte DeGeneres ihn über seinen Twitter-Konsum aus. Ob er nicht einen Tweet-Kontrolleur brauche und ob er irgendeinen seiner 845 Tweets bisher bereut habe. Kanyes klare Antwort: „Absolutely not.“ Damit hatte DeGeneres jedoch schlafende Hunde geweckt und „Yeezy“ begann mit seinem Monolog, der, wenn man ihn nicht ernsthaft für den nächsten Martin Luther King hält, körperliche Schmerzen hinterlässt. Er sei sich sicher, so Kanye, dass er Ideen habe, die die Menschheit innerhalb von 100 Jahren besser machen würden. Punkt. Und so einem Mann will Mark Zuckerberg nicht eben 53 Millionen Dollar zustecken? Lächerlich.


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Doch damit war lange nicht Schluss. Es wurde Zeit für etwas Selbstbeweihräucherung: „Picasso ist tot. Steve Jobs ist tot. Walt Disney ist tot. Nennt mir jemanden Lebenden, den man mit ihnen in einem Atemzug nennen kann. (…) Ich zittere, wenn ich das hier erzähle, aber ich bin mir sicher, dass ich einen Unterschied machen kann.“ Schließlich läge ihm die Menschheit am Herzen und sein größtes Ziel sei es, Mobbing zu beenden – und zwar mit Klamotten.

„Ich erinnere mich daran, wie ich dort mit Obama saß und Leo (di Caprio, Anm.) sprach über die Umwelt und ich begann über Klamotten zu sprechen und alle schauten mich an und dachten, „das ist kein wichtiges Problem“, doch ich erinnere mich daran, in der fünften Klasse zu sein und ein cooles Outfit haben zu wollen.“ Er müsse der „Michael Jackson der Mode“ werden, dass man seinen Einfluss endlich anerkenne. „Ich muss erst sterben und „Whacko Kanye“ gerufen werden, dass ihr erkennt, was ihr an mir habt“, so Kanye, bevor er sich für seinen Monolog „entschuldigte“: „Es tut mir leid, Nachmittags-TV. Es tut mir leid, für all die Ehrlichkeit.“

Seht Euch Kanye Wests kompletten Monolog sowie seine Partie „5 Second Rule“, die er gegen Ellen DeGeneres spielte, hier an:


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