Keine Lust auf Apple: Nine-Inch-Nails-Frontmann Trent Reznor verlässt „Beats Music“

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Trent Reznor, der für das Unternehmen 'Beats Music' derzeit 'Chief Creative Officer' war, verlässt das Unternehmen.

Dieser Ausstieg war vorauszusehen: Kurz nachdem Apple die Übernahme von Beats Music bekanntgegeben hat, verlässt Trent Reznor laut „USA Today“ das Unternehmen. Der Nine-Inch-Nails-Frontmann hatte zuletzt die Position als „Chief Creative Officer“ besetzt, war jedoch spätestens seit 2009 nicht besonders gut auf den Elektronik-Hersteller zu sprechen.

So hatte Apple 2009 seine App „Downward Spiral“ aus iTunes verbannt, woraufhin der Musiker mit den Worten reagierte: „Ihr könnt mein Album THE DOWNWARD SPIRAL bei iTunes kaufen, doch es ist euch nicht erlaubt, die gleichnamige iPhone-App zu erwerben, weil sie Lyrics mit ein paar unmoralischen Worten enthält. ..Hey Apple, ich schicke euch ab sofort Spam mit unglaublich heißen asiatischen Teenagern und werde mir gleich Analsex von zwei Typen während meiner Reise auf dem iPhone anschauen. Um ehrlich zu sein, Apple, überdenkt euren Grundsatz und stellt um Gottes Willen diese App wieder in euren Store“.

Vergangene Woche hatte Apple angekündigt, dass er die Firma Beats Electronics, die hauptsächlich für Dr. Dres Kopfhörer “Beats by Dre” bekannt ist, für drei Milliarden Dollar gekauft habe. 400 Millionen Dollar davon werden in Apple-Aktien bezahlt, der Rest in Cash – Kleingeld, bedenkt man, dass Apple über Reserven in Höhe von 150 Milliarden Dollar verfügt.

Jimmy Iovine und Dr. Dre, die Beats Electronics 2006 gegründet hatten, werden in Zukunft eng mit Eddy Cue, dem Internet-Verantwortlichen von Apple zusammenarbeiten. Seinen Posten bei Universal Music, wo er als Vorsitzender von Interscope, Geffen und A&M unter anderem die Karrieren von U2 und Eminem steuerte, gibt Iovine auf.

Für Apple ist es der größte Einkauf in der Firmengeschichte. Finanzexperten gehen davon aus, dass vor allem Beats Electronics Streamingdienst “Beats Music” sowie die Chance, Jimmy Iovine an Bord holen zu können, ausschlaggebend für den Kauf waren. “Steve Jobs hatte das, was wir ein ‘Reality Distortion Field’ nennen: die Fähigkeit, mit seinem Charisma Geschäftspartner und Mitarbeiter von schwierigen Vorhaben zu überzeugen”, erklärt es der UBS-Analyst Steven Milunovich. “Im Musikgeschäft ist Jimmy Iovine der Typ, der diese Fähigkeit am ehesten hat.”



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