Lady Gaga: „Born This Way“ spaltet die Hörerschaft. Prelistening hier!

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Lady gaga
Lady Gaga

ME-Redakteur Albert Koch schreibt in seiner Rezension von Lady Gagas neuem Album „Born This Way“: „Wir übernehmen keine Garantie, dass die Hitdichte von Born This Way mit weiteren Anhörungen explosionsartig zunimmt. Es ist ja dieses Gaga-Phänomen, dass Lied-gewordene Unverschämtheiten (früher: „Alejandro“, heute „Judas“) im Lauf der Zeit ihre ganz eigenen Ohrwurmqualitäten entwickeln.“

Koch gab dem Album die ME-Wertung von 4 von 6 möglichen Sternen. Eigentlich nicht übel.  Trotzdem gab es schon die ersten erhitzten Kommentare von Usern, denen die Bewertung nicht gut genug ist: „Manche Menschen verstehen Gaga halt immer noch nicht, es geht in diesem Album nicht nur um Musik sondern auch um die Message!“, schreibt ein User, der unerkannt bleiben möchte.

Vorher hatten wir bereits zum Voting aufgerufen: „Freut ihr euch auf das Comeback von Lady Gaga?“. 45 Prozent der Leser urteilten: Die hängt uns zum Hals raus!

Was schreiben die Kollegen anderer Magazine?

Der britische Guardian beschreibt den Zwiespalt, den man beim Hören des Albums empfinde: Der Sound von „Born This Way“ erinnere an Tampon-Werbung aus den Neunzigern. Gleichzeitig wird die „Pop-Vision“ gelobt, mit der Gaga Pop und Politik (wie der Verweis auf die Einwanderungsgesetze von Arizona in „Americano“) vereint.

Der NME bezeichnet die Platte als „Triumph im Sound-Engineering“, verweist aber auch darauf, dass es gerade die Pianoballaden wie „You and I“ sind, die „Born This Way“ ihre Klasse verleihen, nicht der Electro-Bombast.

MTV.com kriegt sich vor lauter Lob nicht mehr ein. Wobei man sich fragen darf, wie objektiv ein Kritiker des Senders die Musik Lady Gagas überhaupt besprechen kann, rotieren deren Videos doch auf Dauerschleife in den Musikkanälen. „Episch, exzellent, genau das Album, das man vom größte Star des Planeten erwartet.“

Die Rezensentin von National Public Radio schreibt: Lady Gaga ähnele dem Protestsänger Bob Dylan. Nur, dass sich ihre Forderung nach Gleichberechtigung vor allem um die Gleichberechtigung von Hetero-und Homosexuellen drehe. Ihre Message sei: „There is no wrong way to love.“ Die Songs seien „grandios“.

rd/cg


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