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Lady Gaga: Ist das neue Musikvideo zu „Do What U Want“ eine Vergewaltigungsfantasie?

Provokationen gehören zum Geschäftsbereich von Lady Gaga. Mit ihrem neusten Video, das ihren „Artpop“-Album-Song „Do What U Want“ bebildern sollte, scheint sie aber wohl etwas zu weit gegangen zu sein. Jedenfalls liegt das Video, gedreht von Pornchic-Fotograf Terry Richardson, erst einmal auf Eis. Offiziell heißt es, dass es wegen Terminproblemen und Betrugsversuchen gestrichen worden ist.

Die New York Post hat aber anscheinend den tatsächlichen Grund herausgefunden, und der ist durchaus pikant: Gegen den Regisseur läuft ein Verfahren wegen sexueller Nötigung. Angeblich beweisen einige SMS, die der amerikanischen Zeitung vorliegen, dass der Bildermacher einigen Models einen Auftrag für die „Vogue“ gegen gewisse sexuelle Gefälligkeiten angeboten habe. Richardson bestreitet alle Vorwürfe, Lady Gaga gibt an, nichts von den Vorwürfen gewusst zu haben. Auch R. Kelly spielt eine Rolle in dem skandalumwitterten Video – und der Rapper ist in solchen Dingen vorbelastet. 2002 wurde ihm vorgeworfen, Sex mit einer Minderjährigen gehabt und dies auf Video aufgezeichnet zu haben.

Die Handlung des Videos tut ihr Übriges zum Skandal dazu, denn diese hat das Zeug dazu, als Vergewaltigungsfantasie durchzugehen. Ein 30-Sekunden-Ausschnitt von TMZ.com zeigt Lady Gaga, wie sie auf einem Bett im Krankenhaus liegt und von „Doktor“ R. Kelly  versorgt wird. Gaga greift unter das Laken, stöhnt auf und sagt: „Sieht so aus, als würde die Medizin langsam zu wirken beginnen.“ Zuvor hatte sie Kelly gefragt, ob sie jemals wieder laufen könne. Darauf antwortet der Sänger: „Ja, wenn du mich mit deinem Körper machen lässt, was immer ich will! Ich werde dich jetzt schlafen lassen, und wenn du wieder aufwachst, wirst du schwanger sein.“ Schließlich wird die „Paparazzi“-Sängerin tatsächlich ohnmächtig und es beginnt eine wilde Party mit vielen Tänzerinnen, die sich sexy um das Bett herumräkeln.

Vielleicht versucht die 28-Jährige auf diesem Weg, die Abrissbirne ein wenig expliziter zu schwingen als es Miley Cyrus („Wrecking Ball“) getan hat, um den „Artflop“ ihrer letzten Platte wett zu machen. Das ging wohl schief.


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