LAFAWNDAH

Wie ihre Musik ist die Biografie von Yasmine Dubois eine Globalisierungsgeschichte: aufgewachsen in Paris und Teheran, mit Wurzeln in Ägypten, England und Iran zog es sie in New Yorks Kunstgalerien, nach Mexiko und schließlich auf die karibische Inselgruppe Guadeloupe, wo zusammen mit Produzentin Garagem Banda und Zouk-Guru Jean Claude Bichara erste Tracks entstanden. Auf eine verschrobene, kindlich charmante Art treffen ihre Jungle-Groove-Hybriden direkt ins Herz des gestörten (oder zumindest komplizierten) Naturverhältnisses unserer Display-Realität: Romantik und Zerstörung -ein Widerspruch, der viel hergibt für eine akustische Bearbeitung. Auf ihrer gleichnamigen Debüt-EP verzerrt LaFawndah karibischen Zouk und Tribal-getriebenen Dancehall mit Industrial, Froschgequake, Trash-Techno und Moombahton zu einem ansteckend fiebrigen Dance-Pop. „Butter“ betört durch sinnlich-derben Sex Talk, „Jungle Exit“ entführt in gebrochenem, Google-übersetzten Swahili in ein Katastrophenszenario mitten im mexikanischen Urwald. Worldbeat-Futurismus zwischen tropischen Getöse und Lust am Chaos.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.