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„Leaving Neverland“: Michael Jacksons Familie verurteilt neue Doku – Regisseur kontert

Nachdem Michael Jackson noch zu Lebzeiten unter dem Verdacht stand, Kinder zu belästigen oder gar zu missbrauchen, erhärten sich die Vorwürfe nun durch die Dokumentation „Leaving Neverland“, in der die zwei Männer Wade Robson und James Safechuck Michael Jackson beschuldigen, sie als Kinder missbraucht zu haben und dabei sehr detaillierte Situationen schildern.

Die Familie Jackson ist wütend, dass die beiden Männer durch die Dokumentation nun so viel Aufmerksamkeit bekommen. In einem Statement erklären die Jacksons, dass sie es nicht ertragen könnten, dass dieses „öffentliche Lynchen“ weitergeht. Michael sei nicht mehr am Leben um sich zu verteidigen, andernfalls wären diese Vorwürfe nicht gemacht worden. Michael Jacksons Tochter Paris hat sich währenddessen vollständig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Die 20-Jährige leidet immer wieder unter Depressionen und hat bereits vor zwei Wochen auf Instagram eine Social-Media-Pause angekündigt.

 

Die Familie Jackson hebt in ihrem Statement hervor, dass Robson und Safechuck während der Ermittlungen damals beide die Aussage machten, dass sie zwar mit Jackson in einem Bett geschlafen hätten, er sie aber nicht belästigt habe. 2013 nahmen sie ihre Aussagen wieder zurück und erklärten, dass sie zu traumatisiert gewesen wären, um sich einzugestehen, dass sie sexuell missbraucht wurden.

Die Familie Jackson sei außer sich, dass die Öffentlichkeit eher zwei bekennenden Lügnern glaube, als hunderten Familien und Freunden, die Zeit mit Michael verbracht haben.

Der Regisseur der Dokumentation, Dan Reed, erklärt, dass sich in dem Film nur auf die beiden Männer und ihre Familien konzentriert werde, da es nicht nötig ist, Menschen miteinzubeziehen, die keine Ahnung von den Geschehnissen haben. Der Film diene nicht dazu Michael Jackson zu portraitieren, sondern sei ein Bericht über sexuellen Missbrauch, wie er passiere und was die Folgen für die Betroffenen sein können. Dan Reed habe keinen Zweifel daran, dass die beiden Männer die Wahrheit sagen. Des Weiteren betonte der Regisseur, dass die beiden vermeintlichen Opfer Jacksons weder direkt noch indirekt bezahlt wurden, um bei „Leaving Neverland“ mitzumachen.

Die Dokumentation „Leaving Neverland“ wurde beim Sundance Film Festival am 25. Januar gezeigt und später bei HBO und dem britischen Sender Channel 4 ausgestrahlt.

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Auf Forbes.com werden Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Protagonisten sowie an der Absicht des Regisseurs gesammelt.


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