Lily Allens WEST END GIRL erscheint auf Vinyl, CD und als Buttplug-USB
Lily Allen veröffentlicht WEST END GIRL physisch: mehrere Vinylvarianten, CD mit Originalgemälden und limitierter USB-Stick in Buttplug-Form.
Mit einer Mischung aus kalkulierter Provokation, künstlerischem Anspruch und geschicktem Marketing hat Lily Allen die Veröffentlichung der physischen Versionen ihres Albums WEST END GIRL begleitet. Das fünfte Studioalbum der britischen Singer-Songwriterin erschien bereits im vergangenen Oktober digital und markierte ein vielbeachtetes Comeback nach ihrem Werk NO SHAME aus dem Jahr 2018. Nun legt Allen nach – mit Vinyl-Editionen, CDs und einem USB-Stick, der in Form eines Buttplugs gestaltet ist und für Aufmerksamkeit weit über die Popwelt hinaus sorgt.
Charterfolg und Millionen-Streams
WEST END GIRL wurde schnell zu einem Erfolg. In Großbritannien erreichte das Album Platz zwei der Charts und erhielt eine Nominierung für das Album des Jahres bei den BRIT Awards 2026. Seit seiner Veröffentlichung wurde das Werk mehr als 275 Millionen Mal gestreamt. Besonders erfolgreich war der Song „Pussy Palace“, der Platz acht der britischen Charts erreichte und Allens höchsten Chart-Erfolg seit über einem Jahrzehnt markierte.
Limitierte Editionen für Sammler:innen
Die nun erschienenen physischen Formate richten sich an Sammler:innen und Fans, die Musik weiterhin als greifbares Objekt schätzen. Angeboten werden mehrere Vinylvarianten – darunter cremefarbenes, blau-weiß gepunktetes, transparentes sowie klassisches schwarzes Vinyl – sowie eine CD-Ausgabe. Die Platten und CDs enthalten zusätzlich Originalgemälde der spanischen Künstlerin Nieves González, die auch das Albumcover gestaltet hat. Damit verbindet Allen Musik und visuelle Kunst und positioniert „West End Girl“ als Gesamtkunstwerk, das über das reine Hörerlebnis hinausgeht.
Buttplug-USB: Provokation mit System
Besonders kontrovers ist der limitierte USB-Stick in Form eines Buttplugs, der das Album ebenfalls enthält. Laut Beschreibung wird das Produkt als „Spaßartikel“ vermarktet, der „ausschließlich zur Datenspeicherung“ gedacht sei. Diese ungewöhnliche Verpackung passt zu Allens Image, das seit Beginn ihrer Karriere mit Tabubrüchen, Ironie und einem offenen Umgang mit Sexualität verbunden ist.
Verarbeitung eines Ehe-Scheiterns
Inhaltlich ist „West End Girl“ stark autobiografisch geprägt. Das Album entstand kurz nach dem Scheitern von Allens Ehe mit dem Schauspieler David Harbour, der laut Berichten untreu gewesen sein soll. In einer Vier-Sterne-Rezension beschrieb das Musikmagazin NME das Werk als ein „bissiges, verletzliches und triumphales Comeback“ und resümierte: „Am Ende von ‚West End Girl‘ wird deutlich, dass die Beziehung in dieser Geschichte vielleicht vorbei ist, aber Lily Allens Comeback hat gerade erst begonnen.“
Auf Instagram präsentiert die 40-jährige Musikerin stolz ihr neues Album:
Größte Tour ihrer Karriere
Der Erfolg des Albums hat auch Allens Live-Pläne beflügelt. Für den kommenden Sommer kündigte sie eine Arena-Tournee durch Großbritannien und Irland an, bei der sie WEST END GIRL in voller Länge spielen will. Es wird die größte Headliner-Tour ihrer Karriere sein, die auf kleinere Clubkonzerte im Frühjahr folgt. Zudem wurde sie als Headlinerin für das Boardmasters-Festival 2026 bestätigt und wird beim Londoner Festival Mighty Hoopla auftreten, das innerhalb von nur 30 Minuten über 35.000 Tickets verkaufte.
Kritikerlob und Jahresbestenlisten
Auch die Kritik reagierte positiv: WEST END GIRL landete auf Platz 13 der NME-Liste der 50 besten Alben des Jahres 2025, während „Pussy Palace“ Platz 21 der besten Songs des Jahres erreichte. Damit knüpft Allen an frühere Erfolge an und unterstreicht ihre Relevanz in einer Poplandschaft, die sich ständig wandelt.
Porsche-Zwischenfall in Los Angeles
Zuletzt sorgte die Sängerin auch abseits der Musik für Schlagzeilen. Anfang des Monats präsentierte sie den expliziten Track „Pussy Palace“ bei einem intimen Konzert in Los Angeles live und berichtete, dass sie kürzlich mit ihrem neuen Porsche von einem Lkw von der Straße gedrängt worden sei – eine Episode, die sie mit gewohnt lakonischem Humor kommentierte.







