Massive Attack canceln auch Berlin-Konzert – unklarer Grund sorgt für Spekulationen

Der geplante Hauptstadt-Gig wurde kurzfristig abgesagt. Fans spekulieren über die Hintergründe.

Eigentlich hätten Massive Attack am Dienstag, den 8. Juli, in Berlin auftreten sollen. Doch jetzt wurde die Show in der Zitadelle Spandau spontan gecancelt. Die Gründe? Laut Veranstaltenden (MCT) handelt es sich um „unvorhergesehene Umstände“ – diese hätten schon den Auftritt zuvor in Bonn unmöglich gemacht. Die vage Formulierung heizt die Gerüchteküche an.

Es ist so, dass es keine offiziellen Hinweise auf eine Erkrankung eines Mitglieds von Massive Attack gibt. Die Tickets für die abgesagten Gigs können laut Veranstalter:innen an den bekannten Vorverkaufskassen zurückgegeben werden, so die Info, die vorliegt. Also keine Nachholtermine in Sicht?

Sind die Absage-Gründe doch politischer Natur?

In den Socials werden zunehmend Vermutungen laut, dass das spontane Canceln des Gigs politische Hintergründe haben könnte. Warum? Massive Attack sind für ihre klare Position im Gaza-Konflikt bekannt. Schließlich unterstreicht die Gruppe bei ihren Konzerten immer wieder Solidarität mit den Palästinenser:innen – beispielsweise durch das Präsentieren der palästinensischen Flagge.

Zuletzt sorgte die Bristol-Formation für Aufruhr, nachdem sie bei einem ihrer Auftritte einen Clip ablaufen ließen, der Archivaufnahmen des ehemaligen Hamas-Führers Yahya Sinwar beinhaltete, der als einer der Verantwortlichen für die Angriffe auf Israel am 7. Oktober 2023 gilt. Dies wurde teils als Hamas-Werbung wahrgenommen, was die Band jedoch abstritt.

Plus: Die Band ist der BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen gegen Israel) nah. Jedoch sind dies nur Spekulationen – weder Massive Attack noch MCT haben konkrete Informationen zu den Absagen bekannt gemacht.

Mehr zu Massive Attack

Massive Attack, 1988 in Bristol gegründet, gelten als eine der einflussreichsten Gruppen des Trip-Hop. Die Band besteht hauptsächlich aus den Mitgliedern Robert „3D“ Del Naja und Grant „Daddy G“ Marshall. Bekannt wurde die Gruppe neben Highlight-Alben wie BLUE LINES (1991) und MEZZANINE (1998) auch für ihr politisches Engagement und gesellschaftskritische Botschaften.

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