ME CD Nr. 0710


Schuhdesigner und Musikenthusiast Floris van Bommel präsentiert die aktuelle CD im ME – und schreibt auch gleich was dazu: Über die neuen Singles von Kele, We Are Scientists und Hot Hot Heat. Oh ja, und natürlich über: The Drums!

1. The Drums

„It Will All End In Tears“

Die Drums werden nicht umsonst hier und da als die größte musikalische Hoffnung für 2010 eingeschätzt: Sie bekommen überschwängliche Kritiken, spielen im Vorprogramm der angesagtesten Bands, sind von den richtigen Bands und wiederum von deren Vorbildern beeinflusst: Editors, Joy Division. Ihr Debütalbum THE DRUMS haben sie überall aufgenommen – nur in keinem Studio. Das ist der wahre Spirit! „It Will All End In Tears“ läuft bei mir rauf und runter.

Titelstory S. 28, Albumkritik ME 6/10

2. Kele

„Tenderoni“

Die erste Single aus Kele Okerekes Solodebüt THE BOXER … ja klar, schon wieder ein Sänger einer tollen Band, der sich selbstständig macht … wen kümmert’s? UNS kümmert’s! Und wie! Was für ein Electro-Brett! Als ob Bloc Party noch nicht tanzbar genug wären.

Fotoalbum S. 16, Konzertkritik S. 108, Albumkritik S. 78

3. 2raumwohnung

„Wir werden sehen (Paul Kalkbrenner Edit)“

Eine der erfolgreichsten deutschen Elektropop-Formationen im Remix des DJs, auf den sich momentan alle einigen können: Oldschoolgänger, Newschoolgänger und die, die sich pro Jahr nur eine Platte kaufen. „Wir werden sehen“ war die Leadsingle des letzten 2raumwohnung-Albums LASSO, diese neue Version findet sich auf dem ab 2. Juli erhältlichen LASSO – REMIXE.

Albumkritik S. 90

4. Uffie

„MCs Can Kiss (Mike D Remix)“

Was hat diese junge Dame nicht alles für prominente Supporter? Pharrell Williams, Mr. Oizo, Steve Aoki, Justice, um nur ein paar zu nennen. Und nun remixt sie auch noch Beastie Boy Mike D. Was soll denn da noch schief gehen? Eben: Nichts. Story S. 58, Albumkritik S.89

5. Hot Hot Heat

„21@12“

Kanadier wissen nicht nur, wie man gut Französisch spricht, sondern auch, wie man ziemlich großartige Musik macht. Hot Hot Heat machen endlich (nach einem auf seinem eigenen Kitsch ausgerutschten dritten Album) das, was sie am besten können: Vertrackte Hymnen schreiben. „21@12“ ist die erste Single aus ihrem neuen Album FUTURE BREEDS.

Albumkritik S. 83

6. The Temper Trap

„Fader“

„Sweeeeeet Diiiiis-poooositiooooon“: Mit diesen beiden Wörtern haben die Australier für mich die Lizenz erworben, auf unendliche Welttour zu gehen. Ich habe mir schon zweimal Tickets für ihre Konzerte gekauft, musste aber beide Male leider wegen Dienstreisen passen. Meine Freunde, die die Liveshows sahen, sagten mir, sie seien „bigger than life“ gewesen. Was hab‘ ich für ein Glück, dass die Jungs diese Lizenz haben.

7. We Are Scientists

„Rules Don’t Stop“

Normalerweise geht es mir bei Musik so: Traurige Stücke machen mich fröhlich und fröhliche ziehen mich runter. We Are Scientists sind eine seltene Ausnahme des „Fröhliche Musik zieht mich runter“-Teils dieser Regel. „Rules Don’t Stop“ ist die erste Single aus ihrem neuen, vierten Album BARBARA.

Story S. 22, Albumkritik S. 90

8. Biffy Clyro

„Mountains (Acoustic Version)“

Als ich Biffy Clyro zum ersten Mal hörte – das muss so 2002 gewesen sein – zauberten mir ihre witzigen kleinen Breaks und ihre unerwarteten Tempowechsel immer ein fettes Grinsen ins Gesicht. Kaum zu glauben, dass sie heute bereits mit ihrem fünften Album, ONLY REVOLUTIONS, durch die Lande touren. Und kaum zu glauben, dass sie von Album zu Album immer besser werden. Viel Spaß mit der Akustikversion von „Mountains“, ihrem bislang größten Hit.

9. Jay Brannan

„Beautifully“

Man müsste Poet sein, um die Brillanz und Schönheit Jay Brannans adäquat beschreiben zu können. Er reist um die Welt, völlig auf sich allein gestellt, unterhält sich mit seiner ständig wachsenden Fangemeinde via MySpace, Facebook, YouTube und Twitter. Vergangenes Jahr sah ich ihn gleich drei Mal live: in Köln, Paris und Amsterdam. Mein Gott, ist der gut.

10. Ozark Henry

„Weekenders“

Ozark Henry sind belgisches Nationalheiligtum. Ich habe mich in sie verliebt, als ich in meinem Lieblingsplattenladen war und sie dort einen spontanen Akustikgig spielten. Ihr Sänger Piet Goddaer bahnt sich seinen ganz eigenen Weg durch die Rocky Mountains der Musikwelt. „Weekenders“ ist ein Vorgeschmack auf das neue Album der Band Hvelriki, das im Oktober erscheinen soll. David Bowie bezeichnete ihr erstes Album I’M SEEKING SOMETHING THAT HAS ALREADY FOUND ME (1996) übrigens als „Debüt des Jahres“. Und wenn jemand was von Musik versteht, dann doch bitte der Thin White Duke.

Floris van Bommel ist Chefdesigner der Edelschuhmarke van Bommel. 2000 hat er die kreative Leitung des 1734 gegründeten Familienunternehmens übernommen. Unter dem Namen Diane Tyras schreibt und veröffentlicht er Alternative-Rocksongs. Bommel will „nicht eher ruhen, bis er den perfekten Rocksong aufgenommen hat“. Anlässlich der Fußballweltmeisterschaft und pünktlich zum Welt-Aidstag 2010 bringt er zusammen mit Philipp Lahm ein Sondermodell auf den Markt, dessen Verkaufsgewinn zu 100 Prozent der Deutschen Aidsstiftung zur Aufklärung von Kindern und Jugendlichen zu Gute kommen. Ende Januar hat das 276-jährige Familienunternehmen van Bommel die Benelux-Grenzen hinter sich gelassen und nach Antwerpen und Brüssel einen Shop in Berlin eröffnet.

www.myspace.com/florisvanbommel

www.florisvanbommel.de

Die CD im ME 0710 wird Ihnen präsentiert von Floris van Bommel