Guns N‘ Roses erteilten Melania Trump eine Lektion
Noch vor Jonny Greenwood hatten sich Guns N' Roses entschieden, dass ihre Musik nicht in der Doku über Melania Trump zu hören sein darf.
Mark Beckman, der Produzent der Doku „Melania“ über Präsidentengattin Melania Trump, hat bekanntgegeben, dass weitere prominente Musiker und Nachlässe die Erlaubnis verweigert hätten, ihre Musik für den Soundtrack des Films zu verwenden.
Vor einigen Tagen ging bereits die Nachricht um die Welt, dass Radiohead-Gitarrist und Komponist Jonny Greenwood gemeinsam mit „One Battle After Another“-Regisseur Paul Thomas Anderson entschieden hätte, die in „Melania“ genutzte Musik aufgrund von Lizenzproblemen nicht zuzulassen. Konkret handelte es sich um ein Stück aus dem Score zu „Der seidene Faden“ (Phantom Thread).
Guns N‘ Roses konnten sich zuerst nicht einigen
Beckman erklärte nun, dass sie im Vorfeld bereits bei Guns N‘ Roses abgeblitzt waren. Die Band hatte deutlich gemacht, keine Lizenz für einen ihrer Songs zu erteilen. Allerdings waren sich die Musiker darüber nicht einig, wie der Produzent verriet.
Beckman: „Einer der Jungs – ich möchte keinen Namen nennen, das wäre nicht fair – sagte: ‚Du hast es geschafft. Los geht’s.‘ Und der andere meinte im Grunde genommen: ‚Das geht einfach nicht‘. Guns N‘ Roses war also definitiv eine Enttäuschung für uns, denn wir alle haben großen Respekt vor Guns N‘ Roses.“
Welches Lied schließlich in der Doku nicht zu hören ist, wollte Beckman nicht herausstellen, nur dass es ein „wunderschöner Song“ aus ihrem Katalog sei.
Nachlass von Prince und Grace Jones erteilten „Melania“ ebenfalls einen Korb
Über die Hardrock-Veteranen hinaus gab es aber noch weitere Absagen. Demnach hätten auch Grace Jones und der Nachlass von Prince darauf bestanden, dass keiner ihrer Stücke mit der „Melania“-Doku in Verbindung gebracht werden solle. Trotz dieser Ablehnungen beharrte Beckman darauf, dass „Melania“ im Grunde „kein politischer Film“ sei, und äußerte sich enttäuscht darüber, dass politische Überlegungen für einige Musiker die künstlerische Zusammenarbeit unmöglich gemacht hätten.
„Es ist enttäuschend, wenn Menschen Politik so weit in den Vordergrund stellen“, sagte der Produzent. „Wir machten klar: ‚Es ist kein Donald-Trump-Film!‘ Er taucht zwar ab und zu im Film auf, aber eigentlich dreht sich alles um Melania.“
„Melania“ lief am 30. Januar in den US-Kinos an und wurde von Amazon MGM Studios für die Rekordsumme von 40 Millionen US-Dollar erworben. Der Film begleitet Melania Trump während der 20 Tage vor der zweiten Amtseinführung ihres Mannes am 20. Januar 2025. Im Vordergrund stehen ihre Vorbereitungen auf die Rückkehr ins Weiße Haus, diplomatische Treffen sowie ihre Entscheidung, welches Kleid sie für die Amtseinführung des Präsidenten tragen möchte.
Bislang gilt „Melania“ als kommerzieller Misserfolg. In den ersten Wochen spielte er weltweit nur etwa 16,5 Millionen Dollar ein – weit weniger als die Produktions- und Werbekosten. Für Aufsehen sorgte die Bewertung bei der Filmwebsite Rotten Tomatoes, die bei der Bewertung der Kritiker zunächst ultramiese 5 Prozent aufwies (inzwischen sind es immerhin 11 Prozent). Dem gegenüber standen weit über 90 Prozent Zustimmung der Zuschauer. Offensichtlich wurde die Beurteilung hier auch zu einem Politikum.






