Netflix erhöht wieder Preise – wie teuer soll es noch werden?

US-Kunden von Netflix müssen erneut mehr blechen für den Streaming-Service. In Deutschland könnte bald nachgezogen werden.

Gerade erst ist Netflix mit seinem Angebot gescheitert, Warner Bros. Discovery zu übernehmen. Der Streaming-Gigant hätte dafür über 80 Milliarden US-Dollar hinblättern müssen. Weil Paramount zuschlug kann das Geld zwar im Tresor bleiben, dennoch bittet Netflix seine Kunden auf dem Heimatmarkt in den USA nun erneut zur Kasse.

Wie das Unternehmen am Donnerstag (26. März) bekannt gab, werden erneut die Preise für sämtliche Abomodelle erhöht. Es ist bereits die zweite Preiserhöhung innerhalb von etwas mehr als einem Jahr.

Konkret sehen die Preissteigerungen wie folgt aus:

  • Abo mit Werbung: 8,99 Dollar statt 7,99 Dollar
  • Standard-Abo ohne Werbung: 19,99 Dollar statt 17,99 Dollar
  • Premium-Abo: 26,99 Dollar statt 24,99 Dollar

In dem Statement begründet Netflix die Preissteigerung mit den üblichen Argumenten: „Unser Ansatz bleibt derselbe: Wir bieten weiterhin eine Reihe von Preisen und Tarifen an, um unterschiedliche Bedürfnisse abzudecken. Während wir unseren Mitgliedern mehr Wert bieten, passen wir unsere Preise an, um in hochwertige Unterhaltung zu reinvestieren und das Erlebnis zu verbessern.“

Auffällig ist, dass die Preise in Deutschland zum Teil deutlich unter denen in den USA liegen. Das mit Werbung unterfütterte Einstiegsmodell kostet hierzulande nur 4,99 Euro. Die Premiumvariante schlägt mit „nur“ 19,99 Euro zu Buche.

Wird Netflix auch in Deutschland bald teurer?

Die letzte Preiserhöhung in Deutschland gab es im April 2024. Seitdem sind die Preise nicht verändert worden, obwohl auch andere Streamer mehr verlangen (etwa Disney+) und neue Konkurrenten dazugekommen sind (HBO Max). Eine weitere Anpassung der Preise wurde bislang nicht angekündigt.

Allerdings gilt der Streamingmarkt als hochumkämpft, Preise werden oft in bestimmten Regionen getestet, um dann in anderen nachzulegen. Netflix gewinnt vor allem Abonnenten über neue, exklusive Inhalte, die erst teuer produziert werden müssen. Auch deshalb dürfte es nicht die letzte Preiserhöhung gewesen sein.

Marc Vetter schreibt freiberuflich unter anderem für MUSIKEXPRESS. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.