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Neu im Kino: Léa Seydoux, James Gandolfini, Danny Trejo und jede Menge heißer Geräte

von

Film der Woche: „Blau ist eine warme Farbe“

Drama – F, B 2012, Regie: Abdellatif Kechiche, Darsteller Léa Seydoux, Adèle Exarchopoulos

Seinerzeit in Cannes, als der Film und seine beiden Hauptdarstellerinnen Léa Seydoux und Adèle Exarchopoulos die „Goldene Palme“ erhalten haben, da ist das leidenschaftlich erzählte, sinnliche und ungemein schöne Meisterwerk von Abdellatif Kechiche noch unter unserem Radar gelaufen. Warum? Weil die Pressevorführung in aller Frühe angesetzt war und die Aussicht auf ein dreistündiges Lesbendrama aus tunesischer Feder nicht gerade wirklich unterhaltsamen Filmgenuss versprach. Wie sehr man sich doch täuschen kann. In der Folge war „Blau ist eine warme Farbe“ Gesprächsthema Nummer 1 an der Croisette und drei Stunden Laufzeit eigentlich viel zu kurz – wie wir dann erst irgendwann später feststellen durften.

Der auf der Graphic Novel von Julie Maroh basierende Liebesfilm ist nämlich ungeachtet der homoerotischen Stoßrichtung und sehr expliziter Sexszenen vor allem eines: ganz großes, leidenschaftliches und unverstelltes Gefühl, drei Stunden umherfliegende Schmetterlinge im Bauch, die erste große Liebe – nachfühlbar gemacht in ganz großen Bildern. Erzählt wird die Geschichte der unsicheren 17-jährigen Schülerin Adèle, die nach ersten sexuellen Tastversuchen in den Armen der etwas älteren lesbischen Künstlerin Emma landet – dem Mädchen mit den blauen Haaren. Aus einer Affäre wird ganz große Liebe, auf die auch große Ernüchterung folgt. Und die Einsicht, dass der Film eine der schönsten und wahrhaftigsten Liebesgeschichten seit Langem erzählt. Vollkommen ungeachtet der Tatsache, dass das klassische „girl loves boy“ hier in einen gleichgeschlechtlichen Kosmos übertragen wurde. Ein Meisterwerk!

AUSSERDEM NEU IN DEN KINOS UND MIT EINEM EIN-SATZ-SCHNELLCHECK AUFGEFÜHRT:

BEWARE OF MR. BAKER

Bekannte Namen: Eric Clapton, Charlie Watts, Carlos Santana

Ginger Baker gilt seit den 60er Jahren als bester Schlagzeuger der Welt und diese Doku zeigt unter Einbeziehung von Weggefährten auch warum.

Gehen wir rein… weil uns Mr. Baker tief in die Szene der 60er und 70er eintauchen lässt.



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