Ohne Altersschwäche: So war das Nova Rock 2014

Da sage nochmal einer, Festivals seien nur etwas für die jüngere Generation! Das Nova Rock 2014 gehörte jedenfalls den alten Meistern: mit den Auftritten von Slayer, Iron Maiden und Black Sabbath konnten schließlich nur die wenigsten Bands mithalten.

Während die Freitags-Acts Crazy Town, The Used und Limp Bizkit allesamt ihre besten Zeiten längst hinter sich gelassen haben, erobert Casper weiterhin wo er geht und steht alle Herzen im Sturm. Wer etwas Hype-resistenter ist, amüsiert sich bei gewohnt niedrigem Niveau bei Steel Panther bevor Slayer die Bühne in Schutt und Asche legen. Da mitzuhalten, ist eine schwierige Aufgabe, der sich Volbeat stellen müssen – zumal zeitgleich The Prodigy – übrigens eine Nova-Rock-Band der ersten Stunde – den Soundtrack zum allesvernichtenden Festival-Exzess bieten.

Während der Rap- und Indie-geneigte Besucher am Samstag bei K.I.Z., Samy Deluxe und Mando Diao auf seine Kosten kommt, haben Metal-Legenden auch an diesem Abend alle in ihrer Hand: Anthrax lassen das Publikum kaum still stehen, Iron Maiden fahren danach ein Hit-Programm auf, das seinesgleichen sucht. Doch für viele folgt das Highlight erst noch: der mitternächtliche Auftritt von David Hasselhoff verwandelt das ganze Festival schließlich in eine riesige Party – die Feierlust besiegt die Fremdscham.

Am Sonntag wird das Publikum bereits früh von Bands wie Arch Enemy und Dropkick Murphys aufgewärmt, besonders begeistern können The Offspring, die zum 20-jährigen Jubiläum von „Smash“ das komplette Erfolgsalbum live spielen. Gruselrocker Rob Zombie spielt, genau wie die maskierten Kollegen von Ghost am Vortag leider noch im hellen Tageslicht – bei so einer Show ein ziemlicher Stimmungskiller, auch wenn die Bands musikalisch trotzdem voll überzeugen können. Obwohl die Auftritte von Soundgarden in Österreich eher rar gesät sind und die Band eine großartige Show abliefert, sind die Prioritäten des Publikums klar gesetzt: einen der vielleicht letzten Auftritte von Black Sabbath will sich keiner entgehen lassen und so spielen Chris Cornell & Co. vor einem eher überschaubaren Publikum. Black Sabbath rocken anschließend eineinhalb Stunden lang die Bühne – von Altersschwäche keine Spur.

Mit einem großen Feuerwerk beendet das Nova Rock seine Jubiläumsausgabe und verabschiedet sich in die einjährige Pause. Tickets für das Nova Rock 2015 sind übrigens schon ab dem 17. Juni erhältlich.


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