Ohne diese Apps können Millennials nicht leben – Tinder gehört nicht dazu

von

Die Jugendlichen von heutzutage verlieren immer mehr das Interesse an Facebook, hieß es in der JIM-Studie von 2016, einer Untersuchung des Medienumgangs 12- bis 19-Jähriger. Ihre Kommunikation und Nutzung hat sich auf schnelllebigere Apps wie Snapchat, Instagram oder Messaging-Dienste wie WhatsApp verlagert. Außerdem sind die Eltern häufig auch bei Facebook angemeldet – und wer möchte im Teenageralter schon Mama und Papa im digitalen Nacken sitzen haben?

Shopping offenbar wichtiger als Kommunikation

Die US-amerikanische Internet-Marktforschungsfirma Comscore wollte herausfinden wie beliebt Facebook und Snapchat bei den sogenannten Millennials, also den 18- bis 34-Jährigen in den USA, tatsächlich ist. Denn 57 Prozent unseres digitalen Medienkonsums findet laut Comscore am Smartphone statt. Im diesjährigen „Mobile App Report“ kann man ablesen, ohne welche Apps Millennials „auf gar keinen Fall“ leben können. Überraschenderweise wird dieses Ranking nicht etwa von einer Social-Media-App oder einem Messenger angeführt, sondern von einem Onlineshop: Amazon. 26 Prozent derjenigen, die die App des Versandhändlers für essentiell halten, gaben an, die Anwendung als Shortcut auf dem Homescreen platziert zu haben. Auf Platz zwei folgt, wenig überraschend, GoogleMail, danach kommt bereits Facebook und der Facebook-Messenger. WhatsApp und Instagram landen sogar erst auf Platz neun und zehn. Die Befragten mussten jeweils drei Apps angeben, die sie auf dem Smartphone installiert haben und für unumgänglich erachten. So sieht die komplette Top Ten aus:

  1. Amazon (35 %)
  2. Google Mail (30 %)
  3. Facebook (29 %)
  4. Facebook-Messenger (18 %)
  5. YouTube (16 %)
  6. Google Maps (14 %)
  7. Google Search (11 %)
  8. Apple App Store (11 %)
  9. WhatsApp (11 %)
  10. Instagram (11 %)

Wenig überraschend ist, dass Google-Produkte in diesem Ranking Überhand nehmen, wenn man bedenkt, dass Apps wie Google Mail und Google Maps automatisch auf Android-Handys installiert sind und täglich benutzt werden. Auch Facebook ist gut vertreten – um als Mitglied des Netzwerks mit Freunden kommunizieren zu können, muss man zusätzlich den Messenger installieren. WhatsApp und Instagram wurden im Laufe der Jahre auch von Facebook eingekauft.

Jung mag Snapchat, Alt mag Facebook, alle mögen YouTube

Snapchat taucht in der Top Ten beispielsweise gar nicht erst auf. Betrachtet man jedoch die Anzahl der tatsächlichen App-Nutzer anhand der unterschiedlichen Altersgruppen, bietet sich einem ein etwas anderes Bild. Unter den 18- bis 24-Jährigen landet die App auf Platz drei, hinter YouTube und Facebook. Die 25- bis 34-Jährigen nutzen Snapchat auch ganz fleißig, sodass die App auf Platz sechs landet. Die Theorie, dass Facebook unter Jugendlichen kaum verbreitet ist, bei Älteren jedoch fast täglich genutzt wird, spiegelt sich auch in den Rankings von Comscore wieder: ab 25 Jahren steht das soziale Netzwerk stets auf Platz eins. Eine konstant hohe Anhängerschaft scheint die Video-Plattform YouTube zu haben, die sich meist auf Platz eins bis zwei hält und nur bei Leuten ab 55 Jahren an Beliebtheit verliert und auf Platz vier landet.

Das Ranking der Apps, die am häufigsten verbreitet sind, deckt sich logischerweise fast mit der Top Ten der Anwendungen, ohne die die meisten Millennials nicht leben können. Auf den vorderen Plätzen landen hierbei Facebook, YouTube und der Facebook-Messenger. Auf Platz sieben schafft es Snapchat, das vorwiegend bei den jüngeren Altersgruppen Beliebtheit findet. Platz zehn ist von Pandora belegt, einem Internetradio, dessen Lizenz nur in den USA, Australien und Neuseeland gilt. Der Musikdienst wird am meisten von den 18- bis 34-Jährigen genutzt. Ein Überblick der zehn am meisten verbreiteten und genutzten Apps bei Nutzern ab 18 Jahren:

  1. Facebook (81 %)
  2. YouTube (71 %)
  3. Facebook-Messenger (68 %)
  4. Google Search (61 %)
  5. Google Maps (57 %)
  6. Instagram (50 %)
  7. Snapchat (50 %)
  8. Google Play (47 %)
  9. Google Mail (44 %)
  10. Pandora (41 %)


Google, Rammstein, Sorry3000 – Volkmanns Popwoche geht hoch
Weiterlesen