Paul ROberts – Bilder wie Fotos


„Gottseidank passiert es immer seltener, daß mich Leute an dem Sniff’n’The Tears-Hit ,Divers Seat‘ messen.“ Paul Roberts ist einer jener Musiker aus den 70er Jahren, die heute gegen den Schatten der Vergangenheit boxen müssen. Die Kritiken zu seiner aktuellen Solo-LP KETTLE DRUM BLUES, der zweiten nach dem Splitt von Sniff ’n‘ The Tears, zogen natürlich wieder diese unvermeidlichen Vergleiche – schlecht schnitt er dabei aber nicht ab. Ebensowenig wie er sich mit seiner zweiten Passion – der Malerei – hinter prominenten Kollegen verstecken muß. Auch wenn es für Roberts sehr verschiedene Stiefel sind, die er sich da anzieht: „Musik und Malerei sind vollkommen verschiedene künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten. Mit meinen Texten und der Musik versuche ich, alltägliche Gefühle zu beschreiben, sehr persönlich. Als Maler versuche ich, dramatisierende Abbildungen der Wirklichkeit zu schaffen, viel unpersönlicher.“ Seine Bilder sind gestochen scharf, realistisch wie Fotographien. An Hellnwein zum Beispiel aber will er auch nicht gemessen werden: „Ich bin kein Fotorealist, ich male nur Bilder, die wie Fotos wirken.“