Penelope Houston

Beim letzten Gig der Sex Pistols schrie sie sich im Vorprogramm die Kehle aus dem dürren Leib ¿ als schrille Frontfrau der Ami-Punks The Avengers. Das war 1978 in San Francisco. Mittlerweile schlägt Penelope Houston sanftere Töne an: „An meiner Einstellung hat sich nichts geändert. Nur die Art, we ich auf meine Umwelt reagiere, ist subtiler geworden.“ Genau wie die Musik der selbstbewußten Dame. Mit ihrem neuen Album „Karmal Apple“ (Indigo), dem dritten in sieben Jahren, offeriert die coole Blonde von der Westküste wieder feinfühligen Akustik-Pop. So verarbeitet die Sängerin mit den griechischen Vorfahren Einflüsse aus Rock, Jazz und Country zu melodiöser Melancholie. Das riecht nach Folk. Doch davon will die geläuterte Punk-Frau nichts wissen:

„Nur weil ich akustische Instrumente benutze, muß dos Ergebnis noch lange kein Folk sein. Oabei denkt doch jeder nur an Long weiler wie Bob Dylan und joan Baez. „

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.