Peter Doherty: „Ich bin seit Jahren die Speerspitze des Indie-Sleaze!“

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Am vergangenen Freitag (24. Juni) haben die Libertines zur Mittagszeit die Other Stage des Glastonbury-Festivals 2022 eröffnet. Nach seinem Auftritt hat Peter Doherty unter anderem über die Rückkehr des sogenannten „Indie-Sleaze“-Modetrends gesprochen: „Ich bin schon seit Jahren die Speerspitze des Indie-Sleaze!“ Vom „NME“ darauf angesprochen, dass sich die Kids wieder für die Musik und Mode der Indie-Ära zwischen 2002 und 2008 begeistern würden, antwortete er süffisant: „Ach wirklich? Na dann viel Glück für sie!“

Trash und Vintage reichen sich die Hände

Indie Sleaze nennt sich eine augenzwinkernde Retro-Ästhetik, deren prominenten Vertreter*innen auf Namen wie Amy Winehouse, Kate Moss, Peter Doherty und Sky Ferreira hören. Geboren wurde die Moderichtung wohl Anfang der Nullerjahre in den angesagten Londoner Indie-Clubs. Später verbreitete sie sich durch Websites wie Tumblr und MySpace auf dem ganzen Erdball. Zu ihren Merkmalen gehören verwischte Eyeliner, zerzauste und seitlich geschwungene Ponyfrisuren, sowie ein Stilmix aus Vintage- und Trash-Kleidung.

Im Stile des Indie-Sleaze: Peter Doherty im Jahre 2005

Neue Libertines-Platte „bis zum Ende des Jahres“ fertig

Dem Konzert der Libertines war eine Videobotschaft von Wolodymyr Selenskyj vorausgegangen. Er rief das Publikum dazu auf, „die Wahrheit“ über den Krieg mit Russland zu verbreiten und das integrative und liebevolle Gefühl von Glastonbury „mit jedem zu teilen, dessen Freiheit angegriffen wird“. Auf die Frage, ob die Rede seinem Auftritt zusätzliches emotionales Gewicht verliehen habe, sagte Doherty: „Auf jeden Fall.“

Angesprochen auf die Libertines, sagte der 43-Jährige: „Die Chemie stimmt mit der ursprünglichen Rezeptur überein, mit dem Gedeihen, der Harmonie und dem Vorankommen des Traums und Versprechens von Albion.“ Bald werde man zum Zwecke des Songwritings nach Jamaika reisen. „Es gibt viele Dinge, die auf dem Tisch liegen – einige wirklich gute, starke und melodische Rock’n’Roll-Songs. Wir haben auch Ideen für Klanglandschaften und Spoken-Word-Sachen“, so der Brite. Schon bald könnte die Platte fertiggestellt werden: „Bis zum Ende des Jahres, denke ich – hoffentlich. Wir werden die Demos hoffentlich im Sommer fertig haben und dann werden wir sehen.“

Die Sorgen von Mütterchen Doherty

Über sein am 16. Juni erschienenes Buch „A Likely Lad“ sagte Doherty: „Es ist im Grunde eine von Ghostwritern geschriebene Autobiografie. Mit all den besten Geschichten, die ich gerne erzählt habe und die ich für witzig hielt – alles wurde übernommen! Meine Mutter sagte, wenn ich nicht innerhalb einer Woche nach Erscheinen verklagt, verprügelt oder umgebracht werde, wäre sie sehr überrascht.“

J. Quinton WireImage

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