Planet Pop dockt an


C/O Pop: Ralph Christoph geht es gut: „Wir rennen mehr offene Türen ein, als wir erwarten konnten“, freut sich der Mitorganisator des neuen Kölner Festivals für elektronische Musik c/o pop Lcologne on pop“, vom 6. bis 22. August). Der Event steht irgendwie in der Nachfolge des jetzt in Berlin nach frischer Luft schnappenden Dinosauriers Pop.-Komm – und irgendwie auch nicht: „Wir sehen uns nicht als Ersatz“, sagt Christoph, Betreiber des Clubs. .Studio 672″… Dos Konzept stand schon, bevor die Popkomm ihren Abschied verkündet hat. Es hätte in jedem Fall eine Reaktion von uns gegeben: Der Niedergang war ja unverkennbar.“ Die Struktur aus unabhängigen Festivals und Club-Events, die Kölner Veranstalter unabhängig um die Musikmesse herum entwickelt haben, wird auch so ihr Publikum finden, glaubt Christoph: „Wir brauchen die Popkomm gar nicht. Die Initiative kommt also von der Basis – und scheint zu funktionieren. Das Programm erstreckt sich über drei Wochenenden und ist ein hybrider Mix aus Musik-Veranstaltungen für das Publikum IS.O.M.A.-Festival, Elektrobunker und mehr draußen wie drinnen], einer multimedialen Kunstausstellung im Rheinpark und der MEM iMusic, Entertainment & Medial, einem Kongress für Fachbesucher. An eine Messe denktnoch – niemand. Christoph schließt das allerdings nicht aus, schließlich will er die c/o pop als „offenes System“ verstanden wissen: „Wie bei Linux: Jeder kann andocken.“ Das gilt auch für die Künstler: Übliche Verdächtige in Sachen Elektronik wie Mouse on Mars, Peter Kruderoder International Pony haben zugesagt. Aber auch einen so richtig dicken Fisch haben die S.O.M.A.-Veranstalter an den Rheinstrand gezogen: Nach sieben Jahren Pause werdenThe KLFam ersten Augustwochenende ihr erstes und vorerst einziges Deutschland-Konzert geben. Nicht nur deshalb prophezeit Christoph schon jetzt:. „Wir tanzen nicht nur einen Sommer.“