Pulp – Different Class

Scheinbar unspektakulär: Jarvis Cocker erklärte damals, er habe wie seit den Anfängen der Band in den frühen 80ern nur über wirkliche geschehene, persönliche Erlebnisse geschrieben. Und doch trafen seine kleinen Sozialstudien auf DIFFERENT CLASS Cool Britannia unvorbereitet mitten ins Herz und den Nervdes Britpop-Zeitgeists. Die kühlen Billigsynthies früherer Tage waren vergessen, stattdessen lotete der ewige Middle-Class-Außenseiter in zwölf zeitlosen, britische (Glam-IPopmusiktradition zitierenden Songs die Un-Tiefen seines Sex-Lebens aus. Mit realen Nebendarstellern: Von der griechischen besseren Tochter, die in ein Arbeiterviertel zieht, um für ihr Kunststudium richtig zu leiden [„Common People“] über die arbeitslose Prostituierte [„Live Bed Show“) bis hin zu den Jugend-Gangs aus Sheffield [„Mis-Shapes“]. Wahres Leben in wahrhaftigem Pop.

Produzent: Chris Thomas

Beste Songs: „Common People“, „Sorted For Es And Whizz“, „Bar Italia“

What’s the story? Mit billigem Brandy als Treibstoff schrieb Cocker die Texte für das Album in nur zwei Nächten in der Küche seiner Schwester. Danach brach er zusammen.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.