Radiohead: „Burn The Witch“-Video ist ein Statement zur Flüchtlingskrise

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Auf den ersten Blick scheint das Video zur neuen Radiohead-Single „Burn The Witch“ von einem idyllischen Dorf und dessen Einwohnern zu handeln. Doch der Schein trügt: In dem Stop-Motion-Video kommt es schnell zum Umschwung und die kleinen niedlichen Figuren scheinen sich im Namen des Gesetzes die schlimmsten Dinge anzutun.

In einem Interview mit „Billboard“ spricht Virpi Kettu, die hinter dem Bewegtbild-Werk steckt, über die wahre Bedeutung des Videos. Es ziele vor allem auf die aktuelle Flüchtlingskrise ab, da „viele Menschen verantwortlich gemacht werden, wie zum Beispiel die Muslime“, sagte sie. Die allgemeine Stimmung könnte zu einer „Verbrennt die Hexe“-Mentalität führen, wie im Video.

Außerdem weist Virpi Kettu auf die Postkarten hin, die Radiohead-Fans in Großbritannien vor kurzem erreichten. Dort stand geschrieben „We know where you live“ – für sie eine Anspielung auf die Unsicherheit und Anti-Flüchtlings-Stimmung, die von manchen Politikern verbreitet wird.

Desweiteren bestätigte die Künstlerin, dass das Video seine Inspiration tatsächlich aus dem britischen Horrorfilm „The Wicker Man“, aber auch aus der britischen Kinder-TV-Serie „Trumptonshire Trilogy“ habe.

Sie und ihr Team arbeiteten 14 Tage lang fast ununterbrochen an dem Video zu „Burn The Witch“. „Ich habe zwei Wochen lang nicht geschlafen“, berichtet Virpi Kettu.

Das neue Radiohead-Album A MOON SHAPED DREAM ist als Download verfügbar.

Seht hier das neue Video zum Radiohead-Song Daydreaming und erfahrt den Release-Termin des neuen Albums.


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