RAF Camora: Wirbel in Wien um Spendenprojekt

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Große Worte, nichts dahinter? Oder ist die böse Politik schuld? Aus einer eigentlich gut gemeinten Aktion des Charts-gekrönten Austro-Rappers RAF Camora („Palmen aus Plastik“) hat sich eine Wiener Lokalposse allererster Kajüte entwickelt. Gegenseitige Beschuldigungen inklusive.

Raphael Ragucci, so Camoras bürgerlicher Name, hatte im vergangenen Jahr angekündigt, dem 15. Gemeindebezirk (Rudolfsheim-Fünfhaus) eine Spende in Höhe von 150.000 Euro für popkulturelle Zwecke zukommen zu lassen. Die Rede war etwa von einem Tonstudio für Jugendliche.

Doch bis heute sei nichts passiert, haben die örtlichen Grünen postuliert. Bei keiner Einrichtung wäre Geld eingegangen, zitiert die News-Plattform „heute.at“ den stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Haroun Moalla. Offenbar hatte man sich dort bereits ausgiebig Gedanken um die Verwertung der edlen Gabe gemacht.

Das gefällt RAF Camora nun gar nicht. Laut einem Istagram-Post will er keinerlei Einflussnahme von Seiten der Politik. „Auf keinen Fall!!“ heißt es dort. „Wir arbeiten schon seit Beginn der Idee mit dem Street Worker Verein ‚Zeitraum‘ aus dem 15. zusammen“, so die Ansage des Rappers. Zudem bastle er mit seinen Musikerkumpels an einer „guten Sache“.

Das Vorpreschen der Politik wertet er dagegen als unnötige „Fitna“, was sich mit „Stress“ oder „Hetze“ übersetzen lässt, anstatt sich über seine Geste zu freuen. Bleibt für die Kids aus dem 15. Bezirk zu hoffen, dass sich die Wogen glätten lassen. Vielleicht sollten sich die Grünen HipHop-Style draufschaffen – oder Hilfe im Kommunikations-Moderations-Millieu ersuchen.


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