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Review: Sieben Science-Fiction-Serien im Check

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Raumschiffe? Fehlanzeige. Dass Science Fiction nicht immer mit Weltraumopern und intergalaktischen Reisen gleichzusetzen ist, zeigt sich beim Blick auf die aktuellen Genrebeiträge. Nachdem wir bereits unsere Science-Fiction-Highlights des Kinojahres 2014 vorgestellt haben, machen wir jetzt einen Abstecher ins Serienfach.

Utopia

Naja, was soll man erzählen über „Utopia“ ohne die Überraschung zu verderben? Am besten nichts. Außer, dass die Verschwörungsthrillerserie mit brillant komponierten Bildern, bedrückend bedrohlicher Atmosphäre und unvorhersehbaren Härten selbst den eingeschworensten Serienkenner immer wieder zum Staunen bringt. Spätestens, wenn man miteinstimmt in ein geflüstertes „Where Is Jessica Hyde?“ sollte klar sein, wie ansteckend der „Utopia“-Virus ist.
tl;dr: Brillant in jeder Hinsicht. Kein Wunder, dass David Fincher bereits das US-Remake plant.
Wieviel gibt’s: Season 1 ist fertig, Season 2 ab Mai in Großbritannien
Gibt’s wo zu sehen: Läuft schon seit dem 19.03. auf RTL Crime

Helix

Ronald D. Moore, Veteran der „Star Trek“-Serie und Runderneuerer des „Battlestar Galactica“-Universums wurde an Bord geholt, um der Eigenproduktion von Genresender SyFy etwas Gewicht zu geben. Darin bricht ein mysteriöser Virus auf einer Forschungsstation in der Arktis aus, ein Krisenteam soll nun ein Heilmittel suchen. Nur: Statt fiebrigen Kranken finden sich hier mental offenbar ordentlich aus dem Lot geratene Zombies. Was folgt, liegt irgendwo zwischen „Lost“ und „28 Days Later“, allen hanebüchenen Plotwendungen und Unglaubwürdigkeiten zum Trotz.
tl;dr: Tolle Idee, stimmungsstarker Anfang, jedoch mit einigen arg an den Haaren herbeigezogenen Handlungssträngen versehen.

Wieviel gibt’s: Season 1 ist abgeschlossen, Season 2 ist angeblich bereits in Planung.
Gibt’s wo zu sehen: Ab 10.04. auf dem Pay-TV-Sender SyFy, sicher dann auch bald auf iTunes.

Believe

Ehrlich: Der Name Alfonso Cuaron im Produzenten-Credit, gerade eben erst mit „Gravity“ auf galaktischem Erfolgskurs, lässt auf mehr hoffen, als „Believe“ zunächst wirklich zu zeigen bereit ist. Ein übernatürlich begabtes Mädchen – „X-Men: The New Generation“ lässt grüßen – flieht mit einem Ex-Häftling durch die Vereinigten Staaten, übellaunige Häscher auf den Fersen. Ein bisschen Melodramatik, ein paar „Dr. Kimble auf der Flucht“-Klischees und ein bisschen Superheldenaction machen „Believe“ zur glatt polierten Familienunterhaltung. Schade, von Cuaron hatten wir mehr erwartet.
tl;dr: Zeigt sich in den ersten Folgen etwas unschlüssig, zwischen welche Genrestühle sich die Serie setzen soll.
Wieviel gibt’s: Staffel eins läuft derzeit gerade.
Gibt’s wo zu sehen: Am Tag nach US-Ausstrahlung in Originalfassung und mit Untertiteln auf iTunes

The 100

Die Erde eine Ruine, die letzten Menschen auf einer altersschwachen und maßlos überfüllten Raumstation. So die Prämisse der Serie, die klingt, als hätten die Autoren von „Panem“ und „Die Bestimmung“ auf einem Autoren-Meeting gekuschelt: 100 kriminelle Teenager werden als Versuchskaninchen auf den Planeten geschickt, um die dortigen Überlebenschancen auszutesten. Was in Hinblick auf Pubertätsalter und Rebellentum der Probanden nach einer maßlos schlechten Idee klingt, als Serie aber sehr viel besser funktioniert als der erste Trailer glauben macht.
tl;dr: „Lost“ trifft „Herr der Fliegen“ und mit einem Schuss Young Adult-Drama verfeinert.
Wieviel gibt’s: Staffel eins ist gerade angelaufen.
Gibt’s wo zu sehen: Frisch nach US-Ausstrahlung auf iTunes

Orphan Black

Im Mittelpunkt: Tatiana Maslany, die hier nicht nur die Hauptrolle, sondern gleich noch ein halbes Dutzend Nebenrollen spielt. Denn Hauptfigur Sarah findet durch einen Zufall heraus, dass sie nicht so einzigartig ist, wie sie glaubt, nachdem sie auf einen Klon von sich stößt. BBC America beweist mit „Orphan Black“ Mut zum Neuen, denn in die Passformen der aktuellen Serienlandschaft will sich die Serie nie fügen und versteht es zu überraschen. 
tl;dr: Gelungene Mischung aus Science Fiction-, Krimi- und Verschwörungsserie, die mit brillanter Hauptdarstellerin glänzt.
Wieviel gibt’s: Eine Season, Staffel zwei ist bereits angekündigt.
Gibt’s wo zu sehen: Season eins ist auf iTunes erhältlich. Wenn’s weitergeht, finden sich hier auch die neuesten Folgen frisch ausden USA.

Agents Of S.H.I.E.L.D.

Marvel genügt es nicht, das Kino mit seinen Suprheldenfilmen zu belagern, per medialer Zangenbewegung schwappen die Comicwelten jetzt auch ins Fernsehen: „Agents Of S.H.I.E.L.D.“ folgt Agent Coulson und seiner Truppe aus Agenten, die sich in den nicht ganz so wichtigen Niederungen des Weltrettens bewegen. Ob Aufräumarbeiten nach einem Thor-Kampf oder die Verfolgung von Bösewichtern der weniger dringlichen Kategorie, die AOS sind sich für nichts zu schade.
tl;dr: Der Humor der großen Marvel-Filme will nicht ganz zünden, die bescheidenen Produktionswerte tun ihr Übriges. Den echten Fan wird’s jedoch kaum scheren.
Wieviel gibt’s: Season eins ist jetzt erhältlich, Season zwei für den Herbst angekündigt.
Gibt’s wo zu sehen: Derzeit noch auf iTunes und RTL Crime, wir erwarten die DVD-Fassung bis spätestens Herbst.

Doctor Who

Im Jahr Nummer neun nach der Rückkehr von UK-Kult „Doctor Who“ ist der Zeit- und Dimensionsreisende Doktor populärer denn je: Das Jubiläum wurde zum globalen Kinoevent, der Auftritt von Peter Capaldi als neueste Inkarnation wurde zum Quotenhit. Dieses Jahr geht es also weiter, Serienschöpfer Steven Moffat und Mark Gatiss versprechen in Sachen Humor und Adrenalin die Taktfrequenz der letzten Staffeln zu halten.
Wieviel gibt’s: Wo soll man da anfangen? 50 Jahre „Doctor Who“ sorgen für viel Serienfutter, die neueste Season ist Nummer acht.
Gibt’s wo zu sehen: Läuft zeitnah nach Seasonstart auf Sky, ist am Tag nach UK-Ausstrahlung auf iTunes zu erstehen. 

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