Anais Mitchell :: Hadestown

Righteous Babe/Warner

Folk-Oper mit Blues- und Dixiespitzen

Vergessen wir mal die Gästeliste dieses Albums, die – Achtung Kaufanreiz – sowieso auf dem Cover abgedruckt ist. Die Sängerin und Songwriterin aus Vermont hat die Sage von Orpheus und Eurydike nicht nur ins „Amerikanische“, sondern auch gleich nach Amerika übersetzt und dabei weit, nämlich bis zur Finanzkrise, ausgeholt (obwohl die Songs vor dem Zusammenbruch der Lehman-Brothers-Bank geschrieben wurden). Eine gut 20-köpfige Crew unterstützt Anais Mitchell in allen Rollen (bis hin zu den Parzen des Chors) und befördert diese Oldtime-Folk-Opera in den Rang eines Tom Waitschen Theaterspektakels mit Blues- und Dixiespitzen. Alles sehr gediegen, sehr traditionsbewusst – und sehr schön. Man möchte nur noch die Bilder aus der Unterwelt dazu malen.

www.anaismitchell.com

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