Answer Code Request Gens


Ostgut Ton/Kompakt

Wer die Vorab-MP3s dieses Albums in iTunes geladen hat, wurde gleich mit einer Genrebezeichnung für das zweite Album von Answer Code Request versorgt: „Non functional Dance Music“. Was ein Widerspruch in sich ist, denn die Funktion von „Dance Music“ ist ja, Menschen zum Tanzen zu bringen. Aber durch diese Nicht-Genre-Bezeichnung schließt sich auch ein Kreis: Anlässlich von CODE, dem ersten Album des Berliners Patrick Gräser, hatten wir im Sommer 2016 über das Dilemma von Elektronik-Produzenten zwischen Feierei-Beschallung und „Autoren-Techno“ philosophiert und Answer Code Request bescheinigt, diesen Widerspruch gut gelöst zu haben.

Nur auf die Bezeichnung „Non functional Dance Music“ sind wir nicht gekommen. Gläsers zweites Album GENS macht die Türen noch weiter auf, das Spiel mit Sounds, Atmosphären und Texturen wird so weit getrieben, dass das Postulat von den fallenden Genregrenzen wirklich von diesem Album gestützt wird. Hier kommen Post-Dubstep-Elemente, ravige Experimente, Ambient-Atmosphären und dekonstruierte Breakbeats zu einer schlüssigen Musik zusammen. Und Tanzen kann man natürlich auch dazu, was dann aus der „Non functional Dance Music“ eher „danceable Experimental Music“ macht.


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