Brian Eno :: The Drop

Das Leben des Brian: rastloses Umherstreifen eines kosmopolitischen Schöngeistes zwischen Urwald und Universum, Multimediaprojekten und Muzak-Experimenten, Produzentenjobs und Pioniertaten. Ziel seiner Forschungsreisen: der perfekte Klang zwischen Avantgarde und Ambient. Dem ist er auf THE DROP ferner denn je: Anders als auf dem Meilenstein BEFORE AND AFTER SCIENCE (1977) und anderen ambitionierten Werken kann hiervon auskomponierter Musik nicht die Rede sein, allenfalls von hingeworfenen Skizzen, die der Hörer – wie in einem Malbuch – nach eigenem Gusto vervollständigen darf. Die 33minütige Trance-Elegie „Iced World“ etwa ist das akustische Äquivalent zum Aufenthalt in einem dunklen Wassertank: Die Zeit steht still, der Raum wird ausgeblendet, der Rest ist Entspannung. Oder Langeweile? Der Weg zu diesem „magnum opus“führt vorbei an 16 fragmentarischen Miniaturen, die zumeist schwerelos zwischen Soundtrack-Collage und Slo-Mo-D’n’B kreisen. Nur die Maschinen-Mantra-Loops von „Block Drop“, der Gummiband-Groove von „Out/Out“ und das fast funkige „M.C. Organ“ werfen Blasen auf der glatten Außenhaut. Mit MUSIC FOR FILMS oder MUSIC FOR AIR-PORTS hat Brian Eno Horizonte geöffnet. Auf THE DROP gibt er sich ein bißchen zu oft mit harmloser Berieselung zufrieden. „Music for elevators“.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.