Brian Wilson :: Songwriter 1962 – 1969

Sexy Intellectual

Brians Schaffen in der Dekade der Träume.

Allgegenwärtig im heutigen Pop ist der Stil der Beach Boys. Das war nicht immer so. Ende der Sechzigerjahre, als Brian Wilson sich unter Einfluss von LSD von der realen Welt zurückzog, befanden sich die Beach Boys zeitweise im freien Fall. Wurden Surf und Beat doch erst durch Psychedelic, dann Progressive Rock ersetzt. Fred Vail, ehemaliger Manager, erinnert sich in den umfangreichen Extras der mehr als dreistündigen Doppel-DVD an einen Vorfall, der sich 1970 in Philadelphia ereignete, als ihm der Manager einer Radiostation kurz und schmerzlos seine Entscheidung präzisierte, warum er keine Titel mehr im Programm führt: „The Beach Boys aren’t hip anymore.“ Anekdoten – auch die heiklen – um Brian Wilsons Sandkasten im Wohnzimmer, seinen zweijährigen Aufenthalt im Bett, die Konkurrenz zu den Beatles oder den schwierigen Vater-Sohn-Konflikt finden sich zuhauf im Porträt Songwriter 1962 – 1969, analysiert und ausgeplaudert von Freunden, Bekannten und Weggefährten. Eine wahre Fundgrube an Raritäten ist das zum Teil bislang unveröffentlicht gebliebene Archivfilmmaterial um Meilensteine wie Pet Sounds und Smile, aber auch die zu Unrecht unterschätzten Friends und 20/20.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.