Cabaret Voltaire Shadow Of Fear


Mute/Rough Trade (VÖ: 20.11.)

von

Alles, vieles, nur keine alten Sachen. So hat Richard H. Kirk sich das vorgenommen. Die Geschichte dieses Albums nahm Anlauf beim Berliner Atonal-Festival 2014, auf dem Kirk eine eigene, eine neue Show unter dem Namen Cabaret Voltaire spielte. Sie nimmt ihr vorläufiges Ende mit der Veröffentlichung dieser acht Tracks auf Daniel Millers Mute Label.

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Wir wissen nicht genau, welche Wege und Windungen Kirks Ideen und surreale Planspiele in diesen Jahren alles hinter sich gelassen haben, SHADOW OF FEAR, das erste Album unter dem Logo des Industrial- und Elektronik-Klassikers Cab Voltaire seit 20 Jahren, gibt sich auch keine Mühe, einen Anzeiger in Richtung Wichtigkeit zu setzen.

Kirk hat sich für die knapp 60 Minuten einen elektronischen Hindernisparcours aus Wortfetzen, House-, Dub-, Kraut- und Noise-Elementen gebaut, der entfernt an die Großtaten seiner Band in den frühen 1980ern erinnert, aber auch dem Zustand einer kontrollierten Paranoia Rechnung trägt.

Alles im Lot also, und doch fehlt dieser Platte so etwas wie der Halt, und wenn es die Sicherheit wäre, sich im freien Fall zu befinden. Kirk hat immer viel Zeit damit verbracht, in die Zukunft zu schauen, in diesem Moment hat die Zeit seine afrotechnoiden Beatschleifen vielleicht überholt.

„SHADOW OF FEAR“ im Stream hören:


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