Canty

DIM BINGE

Full Time Hobby (VÖ: 31.1.)

Hingekratzter und -gekritzelter Indie-Pop unter der Discokugel.

Unter der Discokugel mag dein Stern zu glitzern beginnen und jede Bewegung in die nächste wachsen, bis nichts mehr ist, wie es war. So kann man die Entwicklung von Canty in wenigen Worten beschreiben. Der Londoner Musiker (he/they) hat vor Erscheinen dieses Albums einen Bedroomdiscosong veröffentlicht, der „Mirrorball“ heißt und jetzt auch ganz vorne auf DIM BINGE steht.

Bei aller Verschiedenheit der Tracks  verbinden diese aufgerauten Oberflächen und die brüchige Architektur die Musiken miteinander

Und wenn man dem Bild folgen mag, das Canty benutzt, dann stellt dieses Debüt eine Sammlung „ausgespuckter Ideen“ dar, bei den Aufnahmen wären Kulturtechniken wie Schnitzen, Kratzen und Kritzeln zum Einsatz gekommen. Das trifft‘s doch, bei aller Verschiedenheit der Tracks nämlich verbinden diese aufgerauten Oberflächen und die brüchige Architektur die Musiken miteinander.

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Es gibt eine Art Terry-Callier-Folk‘n‘Soul hier („St Marks“), einen Song, den man glatt Damon Albarn gutschreiben möchte („Tomorrow“), ein Lied zur Gitarre im zünftigen Homerecordingsound („Pipps Hill“), an anderen Stellen verschwebt das Saitenspiel im Raum, und die Stimme segelt durch eine amorphe Kellerwelt. Canty legt nach einer EP mit dem Titel HAHAHAHAHAHAHAHAHA ein Zehn-Song-Album vor, das er selbst ein Mixtape nennt, der Künstler mixt sich hin und her und erreicht flügelschlagend und barmend und manchmal auch strauchelnd eine beeindruckend hohe Intensität.

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