Chet Faker Built On Glass


[PIAS] Coop/Future Classic/ Rough Trade

Seit drei Jahren steht Nicolas Murphy für eine eigenwillige Mischung aus elektronischer Musik und traditionellem R’n’B, Gospel wie Soul – aber auch analogen Instrumenten und modernster Studiotechnik. Ein Ansatz, den er bereits auf ein paar EPs und sporadischen Tourneen präsentiert hat. Jetzt wagt er sich an das Album – und macht eine gute Figur. Weil das Dutzend Songs, das er in einem alten Kühlhaus auf dem Melbourner Fleischmarkt aufgenommen hat, klassisch und doch modern, experimentierfreudig und arty, aber auch kommerziell anmutet.

Murphy schafft den Brückenschlag zwischen den Underground-Clubs, in denen er sein Hauptpublikum sieht, und dem Mainstream. Indem er einfach ganz er selbst ist. Das deutet sich im Opener „Release Your Problems“ an, der einen warmen Fender-Rhodes-Sound mit kratziger Raucherstimme garniert. Anschließend greift er auf Saxofon, Orgel, Handklat- schen und Gitarre zurück. Gleichzeitig aber auch auf verspielte Samples, Loops und Beats, die dieses Debüt um Klassen besser machen als das gehypte Werk von The Weeknd.

Und er glänzt nicht nur mit einem tollen Organ, das wirkt wie ein doppelter Espresso, sondern auch mit Texten der Marke „my happiness is some fucking kind of mess“ (aus „Melt“). Chet Baker wäre stolz auf ihn!


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